Stand: 09.09.2020 13:44 Uhr

Revision gegen Postautoraub-Urteil eingelegt

Demoliertes Postauto in Straßengraben nach Verfolgungsjagd © Felix Gadewolz Foto: Felix Gadewolz
Die Verfolgungsjagd mit der Polizei nach dem Postauto-Raub endete erst mit einem Unfall nach 60 Kilometern in Jarmen. (Archivbild)

Das Urteil gegen einen 21-Jährigen nach einem Postautoraub und einem tödlichen Unfall im vergangenen Jahr wird wohl ein Fall für den Bundesgerichtshof. Wie ein Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg sagte, hat der Verteidiger des Mannes fristgerecht Revision eingelegt. Der 21-Jährige war wegen schweren Diebstahls, Verkehrsgefährdung und fahrlässiger Tötung vor einer Woche zu vier Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann, der nie einen Führerschein besaß, hatte sich Ende 2019 drei Verfolgungsjagden mit der Polizei geliefert, davon zweimal mit gestohlenen Transportern.

Unfall mit Todesfolge sowie Postautoraub

Der Beschuldigte war Ende vergangenen Jahres bei Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) angetrunken und ohne Führerschein mit einem Auto vor einer Polizeikontrolle geflohen und gegen einen Baum gefahren. Bei dem Unfall starb sein Beifahrer, ein weiterer Insasse wurde schwer verletzt. Einige Zeit später folgte ein Angriff auf eine Postmitarbeiterin bei Friedland (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) mit zwei Komplizen. Dabei wurde die Frau niedergeschlagen und ihr Dienstauto gestohlen. Die Flucht des 21-Jährigen und der beiden Mittäter endete erst nach 60 Kilometern bei Jarmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mit einem Unfall.

Weitere Informationen
Demoliertes Postauto in Straßengraben nach Verfolgungsjagd © Felix Gadewolz Foto: Felix Gadewolz

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.09.2020 | 14:00 Uhr

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