Stand: 02.08.2017 18:01 Uhr

"Refill": Greifswald reduziert den Plastikmüll

von Martje Rust, NDR 1 Radio MV

Sie kennen es sicher auch - beim Bummeln in der Stadt schnell mal den Durst löschen und eine kleine Flasche Wasser kaufen. Da kann sich schon mal viel Plastikmüll ansammeln. In Greifswald ist nun ein Projekt gestartet, was genau das verhindern soll. Seit Kurzem gibt es in der Innenstadt sogenannte Refill-, also Auffüllstationen.

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Sie wollen Plastikmüll in Greifswald verringern: Sonya Ceesay, Nicole Lehmann und Katharina Eyme von der Initiative "Refill Greifswald".

Die Idee ist simpel: Passanten können ihre Flasche im Laden kostenfrei mit Leistungswasser wieder auffüllen lassen. Damit kann schnell und einfach verhindert werden, neuen Plastikmüll zu produzieren. Und genau das ist das Ziel des Projektes "Refill Greifswald", sagt die Initiatorin Katharina Eyme. Positiver Nebeneffekt für den Geldbeutel: man gibt nichts aus.

Kostenlos Leitungswasser im Laden auffüllen

Die Idee stammt aus Hamburg; das Projekt gibt es auch schon in anderen Großstädten wie Berlin oder Dresden. In Mecklenburg-Vorpommern ist es aber ganz neu. Gekennzeichnet sind die teilnehmenden Läden mit einem kleinen Aufkleber in Form eines Tropfens. Interessierte können einfach an der Kasse oder Theke nachfragen und ihre Flasche auffüllen lassen. In Greifswald machen schon circa 25 Läden mit, ein weiterer ist vor wenigen Tagen auch in Greifswald-Wieck dazu gekommen. Auch Anfragen aus Niesdorf und Grimmen sind bei den Initiatoren eingegangen. Dort sollen ebenfalls solche Auffüllstationen entstehen.

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Refill Greifswald bei Facebook

In Greifswald hat ein Projekt Plastikmüll den Kampf angesagt. Seit Kurzem gibt es in der Innenstadt kostenfreie Auffüllstationen für Flaschen. Nutzer sparen Geld und schützen die Umwelt. extern

Kann man Leitungswasser bedenkenlos trinken?

Experten sind sich einig, dass das Leitungswasser in ganz Deutschland absolut unschädlich ist. Insgesamt ist das Trinkwasser eines der am besten kontrollierten Lebensmittel. Regelmäßige Prüfungen und Aufbereitungsanlagen sorgen dafür, dass Rückstände von Keimen oder Medikamenten verhindert werden. Legionellen stammen von Verschmutzungen der Rohre im Haus. Für diese Kontrollen sind nach Angaben der Stadtwerke die Hauseigentümer zuständig. Auch der Kalk ist nicht gesundheitsschädlich. Der sogenannte Härtegrad ist je nach Region unterschiedlich. In Greifswald beispielsweise ist er sehr hoch (Stufe III). Deshalb kann man ihn auch schmecken und das Wasser trübt sich beim Einfüllen. Bedenklich ist das aber nicht. Auch darauf will das Refill-Projekt aufmerksam machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.08.2017 | 17:10 Uhr

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