Stand: 26.02.2020 15:36 Uhr

Rechte Propaganda: Durchsuchungen bei Burg Stargard

Auf einer Fahrbahn ist mit roter Farbe ein Hakenkreuz gesprüht worden. © Polizei Braunschweig
Die Jugendlichen werden verdächtigt, unter anderem Hakenkreuz-Graffitis gesprüht zu haben. (Symbolbild)

In und um Burg Stargard bei Neubrandenburg hat die Polizei am frühen Mittwochmorgen mit mehr als 30 Beamten sieben Wohnungen durchsucht. Sie richteten sich gegen fünf deutsche Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, die im Verdacht stehen, seit Sommer 2019 zahlreiche Straftaten im Bereich der politisch motivierten Kriminalität begangen zu haben. Insgesamt ermittelt der Staatsschutz in 18 Verfahren gegen die Jugendlichen.

Quintett geriet in Fokus der Ermittlungen

Laut Polizei handelt es sich dabei unter anderem um die Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen, Sachbeschädigungen durch Graffiti mit Hakenkreuzen, das Abspielen rechtsextremer Musik mit einhergehenden "Sieg-Heil"-Rufen sowie Sachbeschädigungen an der örtlichen Regionalen Schule. Das Quintett war im Rahmen der Ermittlungen in den Fokus der Polizei geraten.

Eltern erschrocken und bestürzt

Bei den Durchsuchungen sei nun umfangreiches Beweismaterial wie Speichermedien, Smartphones, Laptops sowie Spraydosen sichergestellt worden, hieß es. Der Tatverdacht habe sich erhärtet. Die Ermittlungen dauern an. Die Erziehungsberechtigten der Jugendlichen waren bei den Durchsuchungen am Morgen anwesend und zeigten sich größtenteils erschrocken und bestürzt über die Aktivitäten ihrer Sprösslinge, wie es weiter hieß.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.02.2020 | 16:30 Uhr

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