Stand: 20.01.2020 19:46 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Rauchmelder vergrämt Wildschweine von Fußballplatz

Wildschweine fühlen sich auf dem Gelände des Greifswalder Volksstadions offensichtlich sehr wohl.

Ein aggressives Wildschwein am Greifswalder Volksstadion, das am Freitag noch ein Testspiel des Fußball-Oberligisten Greifswalder FC verhindert hatte, ist offenbar erfolgreich vertrieben worden - vorerst zumindest. Stadtförster Bent Knoll erklärte am Montag nach einer Ortsbegehung, dass sich hinter den Toren keine Wildschweine mehr aufhalten würden.

"Wer hier zehn Minuten steht, weiß, dass das nervt"

Als Vergrämungsmaßnahme hatte Knoll an die Bäumen Müllbeutel gehängt, in denen sich herkömmliche Rauchwarnmelder mit fast vollständig entladenen Batterien befanden. Diese sendeten Piep-Töne aus, die die Wildschweine offenbar zum Weiterzug animierten. "Wer hier zehn Minuten steht, weiß, dass das nervt. Und Tiere können viel besser hören als wir Menschen", sagte Knoll NDR 1 Radio MV. Messungen mit einer Wärmebildkamera bestätigten, dass sich dort bis vor kurzem keine Wildschweine mehr aufgehalten hatten. Um sicherzugehen, wurden die piependen Warnmelder an den Bäumen belassen.

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Platzwart bleiben Restzweifel

Am Dienstag will der Platzwart des Volksstadions, Jörg Mohr, die Stellen noch einmal auf mögliche Wildschwein-Spuren überprüfen. Sollten keine gefunden werden, könnte das Volksstadion wieder freigegeben werden. Allerdings hegt Mohr noch Zweifel, ob das Wildschwein-Problem tatsächlich gelöst ist: "Wir hatten vor drei oder vier Wochen schon'mal dasselbe. Da waren sie auch hier. Da hatten sie sie mit den gleichen Mitteln rausgekriegt: Hund rein, Rauchmelder anhängen und Ruhe war - drei Wochen lang. Dann haben wir die Pieper wieder abgenommen - und schon waren die Schweine wieder da."  

Als zusätzliche Schutzmaßnahme soll der Zaun rund um das Stadion mit Streben verstärkt werden, damit die Tiere nicht mehr durchkommen können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 20.01.2020 | 18:10 Uhr

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