Eingangsbereich des Neubrandenburger Rathauses mit Baugerüst und Baustellenschild davor. © dpa Foto: Stefan Sauer

Rathaus-Sanierung in Neubrandenburg: Teurer und dauert länger

Stand: 28.10.2017 09:16 Uhr

Die Sanierung des Neubrandenburger Rathauses dauert länger und wird teurer als ursprünglich geplant. Die zuletzt mit 18,4 Millionen Euro veranschlagten Kosten steigen auf rund 21 Millionen Euro.

Durch die Verzögerung bei der Sanierung verschiebt sich auch der Umzug der Rathaus-Mitarbeiter, der eigentlich zum Ende des Jahres beginnen sollte. Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) rechnet damit, dass es nun im Sommer 2022 soweit sein könnte - also ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Teurer ist vor allem die Erneuerung der Elektronik geworden, wie es hieß. Zudem mussten wegen vieler Schadstoffe die Beton-Fußböden in großem Umfang ausgetauscht werden.

Einst Sitz der SED-Bezirksleitung

Das Rathaus gilt gemeinhin nicht gerade als architektonisches Schmuckstück. Der markante Plattenbau am Friedrich-Engels-Ring wurde in den 1960er-Jahren errichtet und diente als Sitz der SED-Bezirksleitung und des Rates des Bezirks. Nach der Wende zog die Stadtverwaltung in den Stahlbeton-Bau.

Was wird aus Wandbild "Kampf und Sieg der Arbeiterklasse"?

Aus DDR-Zeiten stammt auch das von Wolfram Schubert gemalte Wandbild "Kampf und Sieg der Arbeiterklasse", das vor 30 Jahren hinter Tapeten versteckt wurde. Jetzt liegt es teilweise wieder frei. Was daraus werden soll, ließ OB Witt offen. Das werde nicht mehr vor der Bürgermeisterwahl im Januar entschieden, hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.10.2017 | 16:30 Uhr

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