Stand: 30.04.2020 17:31 Uhr

Raps: Bauern rechnen mit Ernteeinbußen

Viele Wolken über einem Rapsfeld in der Hummelsbüttler Feldmark. © NDR Foto: Julia Lange
Der Raps leidet unter den Erdflohlarven.

Dem Raps in Mecklenburg-Vorpommern geht es schlecht. Auch in diesem Jahr rechnet der Landesbauernverband mit Ertragseinbußen. Vor allem die Nachtfröste der vergangenen zwei Monate haben dem Raps zugesetzt. Viele Pflanzen zeigen sogenannte Frostrisse. Hinzu kam die Trockenheit im April, gepaart mit hoher Sonneneinstrahlung und teils kräftigem Wind. Der Raps wachse kaum, teilweise sei er nur kniehoch, so der Pflanzenbauexperte des Bauernverbandes Frank Schiffner.

Erdflohlarven setzen dem Raps zu

Auch Schädlinge wie zum Beispiel der Erdfloh befallen den Raps zunehmend. Dieser wurde laut Schiffner vor einigen Jahren noch mit einer speziellen Beize bekämpft. Das ist mittlerweile verboten. Nun würden die Flohlarven die Pflanze von innen zerstören, sodass diese weniger Nährstoffe aufnehmen kann, als für einen guten Wuchs notwendig wäre. Andere Schädlinge wie beispielsweise der Rapsglanzkäfer sind noch nicht vermehrt gesichtet worden. Das liegt laut Schiffner vor allem an den relativ niedrigen Temperaturen. Im vergangenen Jahr haben die Bauern in Mecklenburg-Vorpommern knapp 36 Dezitonnen Raps je Hektar geerntet. 2014 und 2015 waren es noch mehr als 40 Dezitonnen je Hektar. In Mecklenburg-Vorpommern wächst in diesem Jahr auf 173.000 Hektar Winterraps - das sind 5.000 Hektar mehr als 2019. Im Vergleich zu den Jahren zuvor ist die Anbaufläche jedoch deutlich zurückgegangen. Zwischen 2014 bis 2019 wurde durchschnittlich auf 215.000 Hektar Raps angebaut.

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Raps blüht auf einem Feld. © dpa - Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.04.2020 | 16:00 Uhr

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