Stand: 12.06.2019 15:14 Uhr

Prozessauftakt: 120 Kilogramm Drogen verkauft

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Mit einem Urteil wird am Landgericht Schwerin Mitte Juli gerechnet.

Am Landgericht Schwerin hat am Mittwoch der Prozess gegen einen Mann aus Bremen wegen bandenmäßigen Drogenhandels begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit mehreren Komplizen in Wismar, Güstrow und Lübeck insgesamt 120 Kilogramm Marihuana verkauft zu haben.

Drogenfahrten, um Lebensunterhalt zu sichern

Durch die Drogenverkäufe soll die Bande mehr als 190.000 Euro eingenommen haben. Den Ermittlern zufolge hatten die Männer bei mindestens vier Kurierfahrten das Marihuana unter anderem von Berlin aus nach Wismar transportiert. In einem Fall fuhren sie mit einem Fernbus und nahmen 50 Kilogramm Marihuana in einem Reisekoffer mit. Der 24-jährige Angeklagte wollte mit den Gewinnen aus den Drogengeschäften seinen Lebensunterhalt bestreiten, so die Staatsanwaltschaft.

Bei Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft

Am ersten Verhandlungstag sprach der aus Albanien stammende Mann über seine persönlichen Verhältnisse. Er sei 2015 nach Deutschland gekommen und habe als abgelehnter Asylbewerber einen Duldungsstatus. Seit Ende 2018 sitzt er in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann fünf Jahre Haft - die Entscheidung wird Mitte Juli erwartet. Zwei der mutmaßlichen Komplizen sind inzwischen zu vier Jahren beziehungsweise zwei Jahren und sieben Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Gegen zwei weitere sind die Verfahren noch nicht abgeschlossen.

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