Stand: 13.03.2018 07:45 Uhr

Prora: Grünes Licht für Verkauf von Block V

Der Kreistag Vorpommern-Rügen hat am Montagabend den Weg für den Verkauf eines Teils des Blocks V der NS-Hinterlassenschaft Prora auf Rügen frei gemacht. In rund zwei Wochen soll der Verkauf ausgeschrieben sein. Der Kreis will den mehr als 300 m langen, südlichen Abschnitt von Block V mit einem rund 90.000 Quadratmeter großen Grundstück an den Höchstbietenden veräußern.

Bau eines Informationszentrums

Im nördlichen Teil der als "Seebad der 20.000" konzipierten Ferienanlage in Prora befindet sich die Jugendherberge. Zwischen Herberge und dem Teil, der für Wohnungen bestimmt ist, soll eine Bildungs- und Dokumentationsstätte entstehen, die über die bewegte NS- und DDR-Geschichte des Gebäudes informiert.

Verkauf an Auflagen gebunden

Der künftige Eigentümer ist verpflichtet, die von der Jugendherberge benötigte Infrastruktur zu schaffen. Allein die Kosten dafür werden auf rund 1,5 Mio Euro geschätzt. Nur Bieter, die Erfahrungen mit derartigen Großprojekten haben, sollen in dem Verfahren zugelassen werden. Landrat Ralf Drescher rechnet mit einem Verkauf von Block V im Sommer.

Prora: Aufbau, Verfall und Sanierung

Letzter Block in öffentlicher Hand

Fünf Blocks sind in Prora noch komplett erhalten, vier von ihnen wurden bereits verkauft. Privatinvestoren haben dort Hunderte von Wohn- und Ferienwohnungen bauen lassen. Block V war der letzte verbliebene Bereich in öffentlicher Hand. Landrat Drescher bezeichnete den Beschluss als "riesigen Kompromiss" zwischen den Interessen der Gemeinde, des Kreises, der Vereine, des Jugendherbergswerkes und des Investors.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.03.2018 | 06:30 Uhr

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