Stand: 27.01.2020 11:23 Uhr  - NDR 1 Radio MV

"Power to Heat"-Anlage wandelt Ökostrom in Wärme um

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Ende des Jahres soll der 36 Meter hohe Turm mit einer Kapazität von 30 Megawatt ans Netz gehen.

Der Bau der sogenannten Power-to-Heat-Anlage in Neubrandenburg geht in seine letzte Etappe. Der Wasserspeicher soll künftig etwa 23 Millionen Liter Wasser fassen, die bei Bedarf mittels Windenergie auf etwa 98 Grad erhitzt werden. Von Montag an wird der etwa 36 Meter hohe Turm mit Wasser befüllt. Techniker rechnen damit, dass das Befüllen etwa 40 Tage in Anspruch nehmen wird.

Power-to-Heat: Windenergie für Fernwärme nutzen

Geplant ist, dass der Wasserspeicher anschließend überschüssigen Ökostrom aus Windkraftanlagen, dem Prinzip eines überdimensionalen Tauchsieders entsprechend, in Wärme umwandelt. Das Warmwasser kann dann anschließend ins Fernwärmenetz einspeist werden. Das sonst zuständige Erdgas- und Dampfwasserwerk kann in dieser Zeit heruntergefahren werden.

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Power-to-Heat Technologie: Überschüssige Windenergie heizt einen Wasserspeicher, dessen Wärme dann ins Fernwärmenetz eingespeist wird.
Bundesweites Pilotprojekt in MV

Der Bau der ersten großen Power-to-Heat-Anlage hatte im Mai 2019 begonnen und soll insgesamt eine Kapazität von etwa 30 Megawatt erreichen. Insgesamt sollen 14 Millionen Euro in das Pilotprojekt fließen, bei dem erstmals Stadtwerke und ein Übertragungsnetzbetreiber kooperieren. Möglich wurde dies nach Angaben der Landesinfrastrukturministeriums durch eine Regelung aus dem Energiewirtschaftsgesetz. Die Neubrandenburger Stadtwerke (Neu.sw), die in der Region etwa 27.500 Haushalte mit Fernwärme versorgen und 50 Hertz aus Berlin planen, dass der Wasserspeicher bereits Ende des Jahres ans Netz gehen soll. Der Netzbetreiber aus Berlin betreibt das Höchstspannungs-Stromnetz im gesamten Osten Deutschlands sowie im Raum Hamburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.01.2020 | 13:00 Uhr

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