Stand: 10.09.2020 09:56 Uhr

Post-Warnstreik: Tausende Pakete und Briefe blieben liegen

Mitarbeiter mit Maske und ver.di-Fahnen stehen vor der Deutsche-Post-DHL-Niederlassung im Stadtteil Anderten. © picture alliance/dpa Foto: Moritz Frankenberg
Die Gewerkschaft ver.di hat Post-Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen. (Archivbild)

Briefe und Pakete sind heute mancherorts in Mecklenburg-Vorpommern liegen geblieben. Die Dienstleistungs-Gewerkschaft ver.di hatte Mitarbeiter der Deutschen Post zu Warnstreiks aufgerufen. Dadurch wurden etwa 280.000 Briefe und 4.000 Pakete nicht ausgeliefert, sagte ver.di-Sprecher Lars-Uwe Rieck. In Mecklenburg-Vorpommern haben sich nach seinen Angaben 120 Postzustellerinnen und Postzusteller an dem Streik beteiligt. Betroffen waren Ludwigslust und Waren an der Müritz sowie diverse Stadtteile von Rostock und Schwerin.

Verhandlungen in zwei Wochen

Die Gewerkschaft fordert ein Gehalts-Plus von 5,5 Prozent für die Beschäftigten bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten sowie 90 Euro mehr im Monat für Azubis und Dual-Studierende. Die Post hat bislang 1,5 Prozent angeboten. Das sei zu wenig, sagte der Gewerkschaftssprecher. Ver.di argumentiert, dass die Post trotz Corona-Krise den Gewinn um 50 Prozent gesteigert habe. In anderen Bundesländern hatten Post-Beschäftigte bereits am Mittwoch gestreikt. Über die Forderungen wird in knapp zwei Wochen in Kassel weiterverhandelt.

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Beschäftigte der Deutschen Post nehmen an einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi vor der Deutsche-Post-DHL-Niederlassung im Stadtteil Anderten teil. © dpa-Bildfunk Foto: Moritz Frankenberg

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.09.2020 | 09:00 Uhr

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