Eine Kirchenvertreterin hält zur Erklärung einen Wahlzettel empor.

Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis beschließt Kürzungen

Stand: 30.05.2021 11:26 Uhr

Aufgaben von Pastorinnen und Pastoren sollen im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis zukünftig auch andere qualifizierte Personen übernehmen. Das Kirchenparlament des Kreises hat am Sonnabend die dafür notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen.

Gemeindepädagoginnen und -pädagogen sollen demnach künftig auch Gottesdienste gestalten und predigen dürfen. So falle es leichter, auch in Zukunft in der Fläche präsent zu sein. Grund für den Beschluss sind die Sparbemühungen in der Region und ein Gesetz der Nordkirche. Dieses schreibt vor, dass die Pfarrstellen im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis bis 2025 reduziert werden müssen - von derzeit 118 auf 95. Deshalb und auch, weil es ohnehin schwer fällt, Nachwuchs zu finden, beschloss die Synode zudem, 13 Pfarrstellen vorerst nicht neu zu besetzen.

Weitere Kürzungen beschlossen

Durch die Pandemie fehlen dem Kirchenkreis im Osten des Landes Steuereinnahmen. In diesem Jahr stehen rund 2,5 Millionen Euro weniger als geplant zur Verfügung, wie ein Sprecher sagte. Aus diesem Grund sollen etwa auch die Zuschüsse für die diakonischen Träger, die vor Ort etwa Aufgaben wie Altenpflege oder Flüchtlingshilfe übernehmen, in den kommenden vier Jahren nach und nach um ein Drittel gesenkt werden - von derzeit 150.000 auf dann 100.000 Euro jährlich. Sollte sich die Finanzlage bessern, steigt auch der Zuschuss wieder.

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