Ein Grenzstein an der deutsch-polnischen Grenze am Übergang Linken in der Nähe von Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald). © Christopher Niemann Foto: Christopher Niemann

Polen: Harter Lockdown wird um zwei Wochen verlängert

Stand: 17.01.2021 16:01 Uhr

Der ursprünglich bis Sonntag (17. Januar) geplante Lockdown in Polen wird bis Ende Januar verlängert. Das teilte die deutsch-polnische Industrie- und Handelskammer mit.

Mit der Verlängerung der strengeren Vorschriften will die polnische Regierung die Corona-Pandemie weiter eindämmen. Wer in in die Republik Polen einreist, muss bis auf wenige Ausnahmen weiterhin zehn Tage in Quarantäne. Sämtliche Märkte, Einkaufszentren, Restaurants, Schwimmbäder, Diskotheken und Nachtclubs bleiben weiter geschlossen. Ausgenommen davon sind Apotheken, Supermärkte, Drogerien und Baumärkte. Auch Banken und Tankstellen können öffnen, allerdings dürfen Kunden sie nur mit Schutzhandschuhen und Maske betreten. Auch im Freien muss in ganz Polen grundsätzlich ein Mund- und Nasenschutz getragen werden.

Nur auf Usedom fahren Züge bis Polen durch

Der Zugverkehr ins Nachbarland auf der Strecke Lübeck-Bützow-Neubrandenburg-Löcknitz Stettin bleibt eingeschränkt. Die Züge der Regionalexpresslinie 4 enden und beginnen bis auf weiteres in Pasewalk oder Löcknitz. Die Usedomer Bäderbahn fährt dagegen wie immer zwischen Ahlbeck und Swinemünde.

Grenzübertritt eingeschränkt möglich

Grundsätzlich bleibt die Grenze zu Polen im Gegensatz zum Lockdown im vergangenen Frühjahr offen. Seinerzeit hatte die polnische Regierung die Grenze nach Deutschland mit Soldaten, Barrieren aus Stacheldraht und Sandhaufen regelrecht abgeriegelt. Eine Einreise ohne zehntägige Quarantäne ist aber nur aus familiären und beruflichen Gründen möglich sowie für Ausländer, die in Polen studieren und Menschen, die schon gegen das Coronavirus geimpft worden sind.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.01.2021 | 16:00 Uhr

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