Leere Einkaufsstraße in Swinemünde © Christopher Niemann Foto: Christopher Niemann

Polen: Harter Lockdown bis zum 17. Januar

Stand: 28.12.2020 10:39 Uhr

Polen hat die Corona-Maßnahmen verschärft und ist am Montag landesweit in einen harten Lockdown. Hintergrund sind die gestiegenen Infektionszahlen.

Mindestens bis zum 17. Januar gelten in ganz Polen strengere Vorschriften, um die Corona-Pandemie wirkungsvoller einzudämmen. Eine entsprechende Vorschrift hat die polnische Regierung im Internet veröffentlicht, auch das Auswärtige Amt in Berlin hat die Verschärfungen bestätigt. Einkaufszentren, Skilifte, Diskotheken, Nachtclubs und andere Einrichtungen müssen dann schließen. Ausgenommen davon sind Apotheken, Supermärkte, Drogerien und Baumärkte.

Ausgangssperre über den Jahreswechsel

Vom Silvesterabend bis zum Neujahrsmorgen gilt in ganz Polen eine Ausgangssperre, die bei Verstoß mit 1.000 Złoty Geldstrafe geahndet werden kann. Das sind mehr als 220 Euro. Die Deutsche Bahn hat bereits angekündigt, den Zugverkehr zwischen dem deutschen Grenzbahnhof Grambow und Stettin bis zum 17. Januar einzustellen. Zwischen Grambow und Löcknitz fahren Busse. Auch vom uckermärkischen Tantow nach Stettin fährt kein Zug mehr. Allerdings verkehrt die Usedomer Bäderbahn Stand Montagvormittag weiterhin planmäßig ins polnische Swinemünde.

Grenzübertritt eingeschränkt möglich

Die Grenze nach Polen bleibt im Gegensatz zum Frühjahrs-Lockdown grundsätzlich offen. Seinerzeit hatte die polnische Regierung die Grenze nach Deutschland mit Soldaten, Barrieren aus Stacheldraht und Sandhaufen regelrecht abgeriegelt. Eine Einreise ohne zehntägige Quarantäne ist aber nur aus familiären und beruflichen Gründen möglich sowie für Ausländer, die in Polen studieren und Menschen, die schon gegen das Coronavirus geimpft worden sind.

Weitere Informationen
Ein fast menschenleerer Marktplatz vor dem Schweriner Dom. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild Foto: Jens Büttner

Corona-News-Ticker: "Notbremse"-Regeln in MV ab Sonnabend

Neue Vorschriften für Baumärkte und Zoos, Testpflicht in Schulen, aber eine gelockerte Ausgangssperre. Mehr Corona-News im Ticker. mehr

Corona in MV
Ein fast menschenleerer Marktplatz vor dem Schweriner Dom. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild Foto: Jens Büttner

"Bundes-Notbremse": Strengere Regeln in MV ab Sonnabend

Mit der "Bundes-Notbremse" werden viele Regeln in MV noch einmal verschärft - in einem Punkt wird allerdings gelockert. mehr

7-Tage-Inzidenzkarte für Mecklenburg-Vorpommern vom 22. April 2021

Corona in MV: 492 Neuinfektionen, sechs weitere Todesfälle

Der Landesinzidenzwert stieg auf 141,2. Die meisten Neuinfektionen gab es mit 145 im Kreis Vorpommern-Greifswald. mehr

Der Schatten von Vater und Kind fällt auf eine bunt mit Händen bedruckte Wand © dpa-Bildfunk Foto: Peter Kneffel/dpa

Kitas zu voll in Rostock - Kritik vom Senator

Mehr als die Hälfte der Kita-Kinder in Rostock ist in der Notbetreuung. Die Stadt prüft nun, ob sie schärfere Zugangsregeln erlassen kann. mehr

Eine Einmalschutzmaske liegt auf einem Stapel Aktenordner. © Colourbox Foto: nito

Viele Ansteckungen in Firmen an der Seenplatte

Ob Büro, Werkstatt oder Handel: Viele Menschen an der Mecklenburgischen Seenplatte stecken sich mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz an. mehr

Service
Smartphone Telefon-Tastatur. © iStockphoto Foto: Krystian Nawrockii

Bürgertelefone zum Coronavirus

Ministerien, Behörden und Verbände in Mecklenburg-Vorpommern haben Bürgertelefone und Hotlines für Fragen zum Coronavirus geschaltet. Hier finden Sie eine Übersicht. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 28.12.2020 | 06:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Ein fast menschenleerer Marktplatz vor dem Schweriner Dom. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild Foto: Jens Büttner

"Bundes-Notbremse": Strengere Regeln in MV ab Sonnabend

Mit der "Bundes-Notbremse" werden viele Regeln in MV noch einmal verschärft - in einem Punkt wird allerdings gelockert. mehr