Stand: 24.10.2018 15:35 Uhr

Plastikmüll in der Ostsee: Experten loben EU

Nach dem Verbot von Wegwerf-Artikeln aus Kunststoff durch das EU-Parlament am Mittwoch haben sich Umweltschützer und -Experten in Mecklenburg-Vorpommern erfreut gezeigt über die Entscheidung. Wie Dennis Gräwe vom Staatlichen Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) im Gespräch mit NDR 1 Radio MV sagte, finden Umweltschützer bei ihren Kontrollen an den Ostsee-Stränden Müll in großem Umfang.

Plastikmüll liegt am Strand. © Picture Alliance/ Stefan Sauer Foto: Stefan Sauer

Verbot von Einweg-Plastik soll Ozeane schützen

Nordmagazin -

Das Europa-Parlament will mit einem Verbot von Einweg-Plastik die Ozeane besser schützen. Ein Interview mit Meeresforscher Ulrich Bathmann vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung.

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64 Müllteile auf 100 Meter Strand

Laut Gräwe kontrollieren LUNG-Mitarbeiter mehrmals im Jahr ausgewählte, 100 Meter lange Strandabschnitte an bis zu 30 Stränden im Land. In den vergangenen sieben Jahren hätten sie insgesamt knapp 30.000 Müllteile gefunden, so Gräwe. Umgerechnet seien das durchschnittlich 64 Müllteile pro 100 Metern. Dabei handele es sich alleine um Müll, den man mit bloßem Auge finde, ohne zu graben. Plastikmüll spiele dabei mit 80 Prozent mit Abstand die größte Rolle, bilanzierte Gräwe.

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Plastikmüll kommt in Flaschendeckeln, Folienfetzen, Flaschen, Süssigkeitenverpackungen, Lollistielen und auch Zigarettenfiltern vor. Mikroplastik werde dabei noch nicht berücksichtigt. Gräwe begrüßte die Entscheidung aus Straßburg ausdrücklich. Sie könne dazu führen, dass das Problem sensibler behandelt werde und sich bestenfalls mittelfristig der Plastikmüll an und in der Ostsee verringere.

Wie man Produkte findet, die auf Plastik verzichten

Entgegen der individuellen Einschätzung kann der einzelne Verbraucher nach Ansicht der Experten durchaus etwas bewirken. Wie NDR 1 Radio MV berichtete, hat eine Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe aus Gülzow eine Internetseite erstellt, auf der 3.000 Produkte aufgeführt sind, die pflanzenbasiert sind und auf Plastik verzichten. Wie ein Sprecher mitteilte, seien dort inzwischen 600 Hersteller zu finden. Die Liste werde zudem regelmäßig aktualisiert.

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Informationsportal zum Thema "Meeresmüll"

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Was können wir tun?

Das Umweltbundesamt informiert auf einer Themenseite über Strategien gegen den Meeresmüll. extern

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.10.2018 | 16:00 Uhr

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