Stand: 02.06.2020 12:58 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Pfahlbohrmuschel setzt Wismarer Kaianlagen zu

Bild vergrößern
Die Pfahlbohrmuschel, auch Schiffsbohrwurm genannt, wurde durch den früheren Schiffsverkehr mit Holzschiffen weltweit verschleppt.

Am Ende des Wismarer Überseehafens muss eine Kaianlage für mehrere Millionen Euro saniert werden. Die Holzpfähle sind von der Pfahlbohrmuschel zerfressen worden. Der sogenannte Brunkow-Kai ist 30 Jahre alt und liegt in der Nähe der Markthalle.

Sanierung für 4,2 Millionen Euro geplant

Er wird als Rastplatz für Sportboote genutzt. Die maroden Holzpfähle vor dem Hafenamt sollen für etwa 4,2 Millionen Euro komplett ausgetauscht werden. Die Arbeiten dazu sollen Anfang des kommenden Jahres beginnen. Dann wird der Rastplatz komplett gesperrt und die Pfähle durch eine Stahlbetonwand ersetzt.

Pfahlbohrmuschel zerfrisst Holz

Die Pfahlbohrmuschel wurde in den 1990er Jahren in die Ostsee eingeschleppt und zerfrisst Holz im Wasser. Unter anderem musste im Jahr 2014 schon die Mittelmole in Warnemünde aufgrund eines Befalls saniert werden. Auch in Wismar sind weitere Bereiche des Hafens befallen. So können momentan im Westhafen Bereiche der Kaikante nicht vollständig genutzt werden. Diese Kais sollen ebenfalls in den kommenden Jahren erneuert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.06.2020 | 13:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:00
Nordmagazin