Stand: 19.01.2020 16:42 Uhr

Parchim: Erneuter Massen-Gentest beendet

Ein Mann gibt bei einem Reihengentest in Göhren auf der Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) eine DNA-Probe ab. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer
Rund 700 Männer waren aufgerufen, eine Speichelprobe abzugeben. (Archivbild)

In Parchim haben Ermittler einen erneuten Massen-Gentest abgeschlossen. Mit Hilfe von Speichelproben des zweiten freiwilligen Tests versucht die Polizei, die Vergewaltigung einer 21-jährigen Frau im vergangenen Februar aufzuklären. Insgesamt 519 Männer haben laut Staatsanwaltschaft eine freiwillige Speichelprobe abgegeben. Eingeladen waren mehr als 700 Männer im Alter von 18 bis 50 Jahren. Wer verhindert war, kann sich weiterhin jederzeit bei der Polizei melden, um einen Termin zu vereinbaren.

Erste Ergebnisse in den kommenden Wochen

Die Proben werden nun im Labor ausgewertet. Mit ersten Ergebnissen rechnet die Staatsanwaltschaft in den kommenden Wochen. Die Tat hatte sich Anfang Februar 2019 in Parchim ereignet. Dabei war eine 21-jährige Frau von hinten angegriffen, zu Boden gestoßen und sexuell missbraucht worden.

Erster Gentest ohne Treffer

Gefahndet wird nach einem dunkelhaarigen Mann. Zu einem ersten Gentest waren im August knapp 300 Männer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren eingeladen. Den Ermittlungen zufolge waren sie zur Tatzeit mit ihren Handys in der Funkzelle in Tatortnähe eingeloggt. Doch dem Aufruf war nur etwa die Hälfte der dazu aufgeforderten Männer gefolgt. Einen Treffer hatte es nicht gegeben.

Weitere Informationen
Polizeibeamter mit Speichelproben aus einem Massengentest. © dpa Foto: Ingo Wagner

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Nach der Tötung eines Mädchens aus dem Landkreis Cloppenburg ruft die Polizei am 9. April 1998 zum ersten Massen-Gentest in Deutschland auf. Auch der Täter gibt eine Probe ab. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 19.01.2020 | 10:00 Uhr

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