Schwerin: Manuela Schwesig (SPD, M), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, steht vor einem ökumenischen Gottesdienst zur Erinnerung an die Toten und Leidtragenden der Corona-Pandemie im Schweriner Dom mit Erzbischof Heiner Koch (r), vom Erzbistum Berlin, Tilman Jeremias (2.v.r-l), Bischof im Sprengel Mecklenburg, Kristina-Kühnbaum-Schmidt , evangelische Landesbischöfin, Stefan Heße (2.v.l), Erzbischof aus dem Erzbistum Hamburg, und Pastor Volker Mischok (l) vor dem Altar. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild

Ökumenischer Gedenkgottesdienst nach einem Jahr Corona

Stand: 12.03.2021 18:51 Uhr

Kerzen für die Trauernden, die Kranken, die Beladenen in der Corona-Pandemie. Bei einem ökumenischen Gottesdienst im Schweriner Dom haben Kirchenleute, Künstler und Politiker am Freitag der Opfer gedacht.

Bei einem ökumenischen Gottesdienst im Schweriner Dom haben am Freitagnachmittag Kirchenleute, Künstler und Politiker der Toten und Leidtragenden der Corona-Pandemie gedacht. Allein in Mecklenburg-Vorpommern sind seither mehr als 800 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben. Hinter jeder Zahl stehe ein konkreter Mensch. Vielleicht einer, den wir kennen, sagte der katholische Hamburger Erzbischof Stefan Heße. Für besonders belastete Menschen wurden während des Gottesdienstes im Dom Kerzen entzündet.

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Nur 100 Teilnehmer im Dom

Wegen der anhaltenden Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus waren im Schweriner Dom nur 100 Teilnehmer für den Gottesdienst zugelassen. Viele weitere verfolgten das Gedenken im Internet. Die Landesbischöfin der evangelischen Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, sagte, die Pandemie habe alle Menschen zur gleichen Zeit als eine das Leben erschütternde und in Frage stellende Erfahrung getroffen. Niemand sei von dieser Erschütterung ausgenommen.

Würdigung von Pflege- und Gesundheitspersonal

Die Stralsunder Heimleiterin Schwester Christine Wawrsich, entzündete ihr Licht für alle Trauernden, die in der Pandemie einen geliebten Menschen verloren haben. Die Schauspielerin Coco Plümer vom Jungen Staatstheater in Parchim sagte, ihre Kerze sein ein Licht der Hoffnung für alle Menschen, die um ihre berufliche Existenz fürchten, verbunden mit dem Wunsch nach neuer Kraft für sie.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) entzündete eine Kerze und sagte, dies tue sie für alle Kinder und Jugendlichen im Land, die ihre Freunde, ihren Sport oder ihre Musik vermissen und ganz besonders für jene Kinder und Jugendlichen, bei denen es zu Hause eng und laut sei. Es sei das Licht der Hoffnung und Zuversicht, so Schwesig.

Erster von drei Gottesdiensten im Norden

"Viele Menschen sehnen sich jetzt nach Trost, Heilung und Hoffnung", sagte Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt weiter. Ihnen solle ein öffentliches Zeichen des Mitgefühls übermittelt werden. Der Gottesdienst in Schwerin am Freitag war der erste von drei Gedenkgottesdiensten im Norden: Am Sonnabend folgt einer in Kiel und am Sonntag in Hamburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 12.03.2021 | 20:00 Uhr

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