Außenfassade des Oberlandesgerichts Rostock © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

Oberlandesgericht: Verunglücktes Kind erhält Schmerzensgeld

Stand: 18.12.2020 13:42 Uhr

Nach dem schweren Unfall eines Kindes im Landkreis Rostock stehen dem Jungen Schadenersatz und Schmerzensgeld zu. Das hat das Oberlandesgericht Rostock entschieden.

Der Junge war im Jahr 2012 am Rande einer Veranstaltung in Hermannshagen in einen Teich gefallen und fast ertrunken. Der damals fast 6-Jährige konnte zwar gerettet werden, trug aber schwere Hirnschäden davon. Er ist seit dem Unfall pflegebedürftig.

Gericht: Teich nicht ausreichend gesichert

Zum Zeitpunkt des Unfalls sollte der Vater einer Spielkameradin auf den Jungen aufpassen. Er habe seine Aufsichtspflicht verletzt, so das Gericht. Auch dem Veranstalter und dem Grundstückseigentümer wurde eine Mitschuld gegeben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt hatten. Sie hätten den Teich nicht ausreichend gesichert. Die drei Beklagten müssen nun 50 Prozent der Schadenssumme gemeinsam tragen, die anderen 50 Prozent hat der Bekannte der Familie allein zu zahlen.

Höhe der Schadenssumme steht noch nicht fest

Das Oberlandesgericht hat keine Revision zugelassen. Über die Höhe von Schadenersatz und Schmerzensgeld ist noch nicht abschließend entschieden. Zum Zeitpunkt der Klageerhebung hatten die Eltern knapp 500.000 Euro gefordert und die Verpflichtung zum Ersatz aller zukünftigen Schäden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.12.2020 | 14:00 Uhr

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