Stand: 18.02.2019 17:50 Uhr

Nordkirche will Personalfragen klären

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Die Wahl des neuen Bischofs im Sprengel Mecklenburg und Pommern wird im Greifswalder Dom durchgeführt. (Archivbild)

Im Mittelpunkt der zweiten Landessynode der Nordkirche in der nächsten Woche in Rostock und Greifswald steht die Wahl des neuen Bischofs im Sprengel Mecklenburg und Pommern. Das wurde am Montag bei der Vorstellung des Programms für das viertägige Treffen bekannt gegeben.

Behr und Jeremias kandidieren

Für das bischöfliche Amt kandidieren Christian Behr, erster Pfarrer an der Kreuzkirche Dresden und Superintendent des Kirchenbezirks Dresden Mitte (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens), und Tilman Jeremias, Pastor für Mission und Ökumene des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg (Nordkirche). Jeremias war von 2003 bis 2016 Pastor in der Innenstadtgemeinde Rostock. Das Bischofsamt für Mecklenburg-Vorpommern wird bislang von zwei Bischöfen besetzt - Andreas von Maltzahn in Schwerin und Hans-Jürgen Abromeit in Greifswald.

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Viele Geistliche gehen in den Ruhestand

Ein weiteres Thema wird die Entwicklung der Personalsituation in der Nordkirche sein, weil immer mehr Pfarrer in den Ruhestand gehen. Nach Angaben der Nordkirche werden bis zum Jahr 2030 etwa 900 Frauen und Männern in den Ruhestand gehen. Im gleichen Zeitraum kommen aber nur 300 neu dazu. Es fehlen also 600. Ein neues Gesetz soll Abhilfe schaffen.

Richtet es die einheitliche Stellenvergabe?

Ein zentraler Punkt ist dabei die einheitliche Stellenvergabe. Wie eine Sprecherin der Nordkirche sagte, werden Pfarrer zentral eingestellt, allerdings dezentral eingesetzt. Um allen Gemeinden aber die gleiche Chance zu geben, dürfen nur die Gemeinden einstellen, die auch wirklich den Bedarf haben. Das soll künftig zentral entschieden werden. Alle anderen sind für drei Jahre von der Stellenvergabe ausgeschlossen. So kommt in der Kirche auch keine Konkurrenz auf. Besonders stark vom Personalmangel betroffene Gemeinden werden dann bevorzugt.

Lebhafte Diskussion erwartet

Das Gesetz muss allerdings noch vom Kirchenparlament Ende des Monats bestätigt werden. Vizepräses der Landessynode Elke König geht von einer lebhaften Diskussion aus. Viele Gemeinden hätten schon Änderungsanträge eingebracht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.02.2019 | 17:10 Uhr

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