Zusammengebrochenes Windrad in Haltern am See.  Foto: Christoph Reichwein

Nordex-Windrad in NRW eingestürzt - Unternehmen prüft

Stand: 01.10.2021 14:30 Uhr

Eine Anlage des Rostocker Windkraftanlagen-Herstellers Nordex war am Mittwoch eingestürzt. Nun prüfen Experten des Unternehmens die Unfallstelle in Nordrhein-Westfalen und suchen die Ursache.

Nach dem Einsturz eines fast 240 Meter hohen Windrades in einem Wald bei Haltern in Nordrhein-Westfalen, prüft der Rostocker Windkraftanlagen-Hersteller Nordex die Unfallstelle. Noch sei unklar, warum das Windrad am Mittwoch eingestürzt ist.

Schaden im mittleren einstelligen Millionenbereich

Der Typ N149 sei eine sehr robuste Turbine. Über 1.200 seien schon weltweit ohne Probleme errichtet worden, teilte Nordex auf NDR Anfrage mit. Es sei der erste Einsturz dieses speziellen Turbinenmodells, derartige Unfälle seien höchst selten. In den kommenden Tagen wollen Experten die Unfallursache untersuchen. Der Schaden des Einsturzes liegt laut Nordex im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Baugleiche Anlagen außer Betrieb genommen

Deutschlandweit gibt es 22 weitere Windräder mit identischer Konfiguration. Sie alle sind zunächst vorsorglich außer Betrieb genommen, bis nähere Erkenntnisse über die Ursache des Einsturzes vorliegen. Alle anderen Anlagen würden weiterlaufen, so Nordex. In Mecklenburg-Vorpommern stünden keine Turbinen mit dieser Konfiguration. Es seien hier auch keine Errichtungen geplant.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 01.10.2021 | 15:00 Uhr

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