Stand: 29.06.2019 15:11 Uhr

Nord Stream 2: Dänemark-Route zurückgezogen

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Nord Stream 2 will sich nun auf zwei Alternativrouten konzentrieren, die außerhalb dänischer Hoheitsgewässer verlaufen. (Archivbild)

Nord Stream 2 hat seinen Antrag für die Route durch dänische Hoheitsgewässer südlich von Bornholm zurückgezogen. Dies wurde nach Angaben des Unternehmens der Dänischen Energiebehörde (DEA) formell mitgeteilt. "Wir sehen uns zu diesem Schritt verpflichtet, da die dänische Regierung in den zwei Jahren seit der Antragstellung keinen Hinweis auf eine Entscheidungsfindung gegeben hat", erklärte Matthias Warnig, Vorstandsvorsitzender der Nord Stream 2 AG.

Investoren sollen geschützt werden

Sowohl Nord Stream 2 als auch die Investoren seien auf Rechtssicherheit und den Investorenschutz angewiesen. Dies bedinge einen transparenten und berechenbaren Entscheidungsprozess. Warnig begründet den Rückzug mit dem schon weit fortgeschrittenen Bau in den Gewässern von vier weiteren Ländern.

Nun zwei andere Routen im Fokus

Das Genehmigungsverfahren für die anderen Routen nordwestlich und südöstlich von Bornholm hätte gezeigt, dass alle technischen und ökologischen Voraussetzungen erfüllt werden können und eine Genehmigung nach internationalem Seerecht erteilt werden kann, so Nord Stream 2 in einer Mitteilung. Daher konzentriert sich Nord Stream 2 eigenen Angaben zufolge nun auf diese beiden Routen.

Weiterhin konstruktive Zusammenarbeit mit Dänemark

Das Unternehmen werde weiterhin konstruktiv mit den dänischen Behörden zusammenarbeiten, um die zeitnahe Genehmigung einer Route sicherzustellen. Beide Routen lägen innerhalb der dänischen Wirtschaftszone, aber außerhalb der Hoheitsgewässer des Ostseeanrainers. Daher sei eine Empfehlung des dänischen Außenministers hier nicht erforderlich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.06.2019 | 16:00 Uhr

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