Stand: 06.11.2017 19:20 Uhr

Nord-Minister wollen Werften weiter fördern

Die Wirtschafts- und Verkehrsminister der norddeutschen Bundesländer haben am Montag in Greifswald über Herausforderungen in der Wirtschafts-, Energie und Umweltpolitik beraten. Einig waren sich die Ressortchefs, für den im Norden produzierten Strom-Überschuss eine innovative Speichertechnologie zu entwickeln, so zum Beispiel "grüne" Energieträger wie Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe. Eine Übereinkunft gab es auch bei der Festlegung, Naturschutzgebiete künftig in Landschaftsschutzgebiete umzuwandeln. Damit sollen Wasserstraßen wie Elbe und Weser sowie dort befindliche Häfen noch wirtschaftlicher genutzt werden können.

Glawe: Werften im Norden gut aufgestellt

Ein weiteres zentrales Thema war die künftige Ausrichtung der Werftenpolitik der Küstenländer. Wie der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU), sagte, sei der Norden als Werftenstandort gut aufgestellt. Die Auftragsbücher seien voll, auch die Zulieferer kämen zum Zug. Mindestens 20 Prozent von ihnen seien schon jetzt am Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt.

Landstrom soll weiter gefördert werden

Glawe forderte die neue Bundesregierung auf, ihre Zusagen einzuhalten, nach denen sie 50 Prozent von Landesbürgschaften übernehmen will. Mit weiteren Schiffbaukrediten sollten die Werften im Norden laut Glawe noch schlagkräftiger werden gegenüber der Konkurrenz aus Asien. Außerdem sollten Reedereien bei der sogenannten EEG-Umlage (Erneuerbare-Energie-Gesetz) zur Förderung von Ökostrom entlastet werden, damit mehr Schiffe in den Häfen Landstrom nutzten, statt durch die Verbrennung von Schiffsdiesel die Luft zu verschmutzen, so der Minister.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.11.2017 | 16:30 Uhr

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