Stand: 14.06.2019 16:37 Uhr

Neues Wohlfahrtsgesetz: Drese stellt Entwurf vor

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig mehr Geld erhalten und genauer offenlegen, wofür sie dieses ausgeben. Das sieht ein Gesetzesvorschlag von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) vor. Darin vorgesehen ist auch, dass für die Wohlfahrtsverbände neue Regeln gelten.

Fester Fördersatz kann projektbezogen aufgestockt werden

Die Spitzenverbände teilen sich das Geld, das sie vom Land bekommen, künftig nicht mehr selbst untereinander auf, sondern das Land gibt für jeden einen festen Betrag. Je nach Mitarbeiterzahl wird dieser Satz dann aufgestockt, um etwa Schwangerschafts- oder Suchtberatungen anbieten zu können. So sollen Förderungen nicht mehr nur für ein Jahr vergeben werden und die Verbände langfristig Fördergelder erhalten.

Mehr Geld, aber auch mehr Transparenz

Für diese Beratungsstellen stellte das Land bisher 5,1 Millionen Euro bereit. Im Jahr 2024 sollen AWO, DRK und Co. 6,2 Millionen erhalten. Das Land veröffentlicht künftig, welcher Sozialverband wieviele Mittel erhält. Die Verbände müssen zudem jedes Jahr offenlegen, wofür sie diese ausgeben.

Zuletzt hatten Wohlfahrtsverbänden mehrfach mit ihren Finanzgebaren für Schlagzeilen gesorgt. Opposition und auch die Spitzen-Verbände selbst fordern seit langem ein Gesetz dazu - nun soll es 2020 kommen. Vorher muss sich der Landtag mit dem Entwurf befassen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

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