Stand: 13.06.2018 18:39 Uhr

Neuer Luftwaffen-Chef kritisiert Technik-Mängel

Von Jana Schulze, Ostseestudio Rostock

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Gerhartz bezeichnete den Fliegerhorst Laage als heutige Wiege der Luftwaffe.

Der neue Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, hat als erste Einheit Deutschlands den Fliegerhorst Laage bei Rostock besucht. Gerhartz sagte, Laage sei die heutige Wiege der Luftwaffe, weil dort alle Eurofighter-Piloten ausgebildet werden. Rund 1.300 Menschen arbeiten dort, davon 1.000 Soldaten und bis zu 60 Piloten. Nach Gesprächen mit Soldaten und Angestellten kritisierte Gerhartz am Mittwoch, dass von den derzeit 24 Eurofightern nur 16 starten könnten - wegen technischer Mängel. Viele Flieger stehen wegen fehlender Ersatzteile still. Für die Pilotenschüler würden dadurch rund 40 von 140 erforderlichen Flugstunden pro Jahr ausfallen, so der Luftwaffen-Inspekteur.

"Schlagzeilen helfen nicht, als attraktiver Arbeitgeber dazustehen"

Gerhartz sagte, die Luftwaffe habe immer noch genug Bewerber. Allerdings werde durch viele Auslandseinsätze wie in Mali, Afghanistan und Jordanien viel Personal gebunden. Zudem sei die Einsatzbelastung enorm: Immer häufiger blieben die Soldaten mehr als vier Monate im Einsatz. "Die Schlagzeilen der letzten Wochen, dass unsere Maschinen Schrott sind, helfen natürlich nicht unbedingt, als attraktiver Arbeitgeber bei jungen Menschen dazustehen." Derzeit arbeiten für die Luftwaffe rund 27.600 Soldaten.

Gerhartz hatte seinen Posten Ende Mai als Nachfolger von Karl Müllner angetreten. Zuvor war Gerhartz Pressesprecher von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gewesen.

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