Stand: 16.11.2019 11:04 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Neuer Fall in Polen: Schweinepest rückt näher

Das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Mecklenburg-Vorpommern ist weiter gestiegen. In dieser Woche wurde in der Woiwodschaft Lebus rund 80 Kilometer vor der deutschen Grenze in Polen ein infiziertes totes Wildschwein gefunden. Der letzte vorangegangene Fund lag noch etwa 250 Kilometer von Deutschland entfernt.

Mecklenburg-Vorpommern auf Bekämpfung vorbereitet

In den vergangenen fünf Jahren ist die Seuche weder in Belgien noch in Polen gestoppt worden. Bisher hat lediglich Tschechien das Virus in den Griff bekommen. Der Seuchenherd wurde dort eingezäunt und das Areal intensiv bejagt. Mecklenburg-Vorpommern hat sich vorbereitet und ebenfalls einen 50 Kilometer langen Elektrozaun angeschafft. Veterinärämter, Ordnungsämter und Jäger seien derzeit in erhöhter Alarmbereitschaft, informierte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Er fordert dazu auf, jeden Totfund, insbesondere in den Grenzgebieten, unverzüglich an die Behörden zu melden.

Auch Menschen an Ausbreitung beteiligt

Seit zwei Jahren werden wegen drohender Einschleppung verstärkt Wildschweine erlegt, um den Bestand zu verringern. Für die Ausbreitung der Seuche über Kontinente sind nach Auffassung der Wissenschaft auch Menschen verantwortlich, die auf Reisen mit Viren infizierte Fleisch- und Wurstwaren essen und Reste davon wegwerfen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.11.2019 | 11:00 Uhr

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