Stand: 15.02.2019 15:47 Uhr

Neue Studie aus MV zur Anti-Baby-Pille

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Laut Studie können Frauen, die die "Pille" nehmen, Emotionen schlechter erkennen. (Archivbild)

Wissenschaftler der Universitäten Greifswald, Rostock und Potsdam haben eine neue Studie zur Anti-Baby-Pille veröffentlicht. Darin geht es um Nebenwirkungen der Medikamente und darum, wie die Tabletten das Verhalten und die Wahrnehmung der Frauen beeinflusst. Die Studie zeigt, dass Frauen, die die "Pille" genommen haben, Gesichtsausdrücke schlechter wahrnehmen können.

Spezifische Einschränkungen bei der Emotionsverarbeitung

Vor allem Emotionen, die generell schwierig zu erkennen sind, machten den Frauen Schwierigkeiten. Laut Studie haben die Betroffenen sehr spezifische Einschränkungen bei der Emotionsverarbeitung. Dabei geht es eher um subtile als um massive Einschränkungen. Nach Aussagen der Forscher ist es deshalb fraglich, inwieweit das tatsächlich Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Frauen hat.

Probleme in Beziehungen?

Wie der Leiter der Studie, Alexander Lischke vom Institut für Psychologie der Universität Greifswald, betont, könne aufgrund der vorliegenden Ergebnisse nicht davon ausgegangen werden, dass Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, "emotionsblind" und damit zu "Problemfällen" in Beziehungen werden. Um derartige Aussagen treffen zu können, seien weitere Studien notwendig. Dabei müsse es dann nicht nur um den Einfluss der Anti-Baby-Pille auf die Emotionsverarbeitung gehen, sondern auch um die Beziehungsgestaltung allgemein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 15.02.2019 | 17:10 Uhr

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