Stand: 17.05.2018 16:52 Uhr

Neubrandenburg lehnt Glyphosat-Verbot ab

Das umstrittene Herbizid Glyphosat in Neubrandenburg weiterhin erlaubt. Wie die Stadtvertreter am Donnerstag entschieden, dürfen Pächter städtischer Felder, Wiesen und Gärten im Stadtgebiet das Mittel weiterhin einsetzen. Damit scheiterten die Grünen in der Stadtvertretersitzung mit einer Vorlage, die auf Pachtflächen ein Verbot des Unkrautvernichters und Insektenbekämpfungsmittels mit Neonicotinoiden vorsah. Neubrandenburg verzichtet allerdings auf eigenen Parkflächen jetzt schon auf Glyphosat. Zuvor hatten Rostock, Schwerin und Neustrelitz das Unkrautvernichtungsmittel verboten.

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28:30
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Glyphosat unter Verdacht

27.02.2018 18:15 Uhr
NDR Fernsehen

Viele Landwirte halten den Einsatz von Glyphosat für notwendig und unbedenklich. Ein Biobauer aus Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass es auch ohne Gift auf dem Acker geht. Video (28:30 min)

7 Ja-, 21 Nein-Stimmen im Parlament

Der Antrag der Grünen-Fraktion sah vor, dass die Stadt ab sofort auf den Einsatz von Glyphosat verzichtet. Dafür sollte die Straßenreinigungssatzung entsprechend geändert werden. Bei Pachtverträgen für städtische landwirtschaftliche Flächen und Gärten sollte eine entsprechende Klausel eingefügt werden. Der Vorschlag erhielt sieben Ja- und 21 Nein-Stimmen. Eine Ausweitung des Verbots auf Pächter, das fünfstellige Kosten zum Beispiel bei Pachtvertragsänderungen verursacht hätte, hielten mehrere Stadtvertreter nicht für nötig. Die Stadt hat rund 620 Hektar landwirtschaftliche Flächen und rund 200 Hektar an Gärten verpachtet.

Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt

Die Grünen wollten erreichen, dass die Artenvielfalt in der Region nicht weiter leidet. Auch auf sogenannte Neonikotinoide sollte künftig verzichtet werden, weil sie schädliche Auswirkungen auf Bienen und andere Insekten haben sollen.

Weitere Informationen

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Glyphosat - die unkalkulierbare Gefahr?

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