Stand: 06.03.2019 15:50 Uhr

Neubrandenburg: Weiter Streit um Ausbau der B96

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Zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg soll die B96 teilweise dreispurig werden. (Symbolbild)

Der Streit um den geplanten Ausbau der Bundesstraße 96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz geht in eine neue Runde. Während die von der Bundesplanungsgesellschaft DEGES vorgeschlagene Linienführung derzeit im Verkehrsministerium des Landes geprüft wird, hat das Aktionsbündnis gegen den B96-Ausbau jetzt einen Alternativvorschlag gemacht.

Initiative: Auf Parallelstrecken verzichten

Die Kritikern wollen vor allem belegen, dass der Ausbau auch mit einem Bruchteil der veranschlagten Kosten und mit weniger Belastung für die Natur möglich sei. Sie schlagen vor, auf den Bau von Ortsumgehungen und Straßenabschnitten parallel zum jetzigen B96-Verlauf zu verzichten. Der DEGES-Planungsentwurf werde an der Belastung auf der B96 wenig ändern, sagte eine Sprecherin des Aktionsbündnisses. Da es dann nur noch drei Kreuzungen gäbe, würden zudem mehrere Dörfer ihre direkte Anbindung an die Bundesstraße verlieren.

Straße soll dreistreifig ausgebaut werden

Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg und Befürworter des B96-Ausbaus, sagte, er kenne zwar keine Details des Alternativvorschlages. Er halte aber das Angebot aufrecht, eine mit den Kritikern einvernehmliche Lösung zu finden. Der geplante teilweise dreistreifige Ausbau der Straße zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz mit Ortsumgehungen in Usadel und Weisdin soll rund 100 Millionen Euro kosten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.03.2019 | 16:40 Uhr

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