Stand: 11.07.2020 11:28 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Nahverkehr: Ver.di fordert Verbesserung für Beschäftigte

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Mitarbeiter der Rostocker Verkehrsbetriebe im Frühjahr beim Warnstreik vor dem Straßenbahn-Depot. (Archivbild)

Die Gewerkschaft ver.di will für die Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einen neuen Manteltarifvertrag mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Mecklenburg-Vorpommern (KAV MV) aushandeln. Nach den Streiks im Frühjahr war übergangsweise ein Tarifvertrag geschlossen worden - dieser ist Ende Juni ausgelaufen. Ver.di will vor allem die Arbeitsbedingungen der landesweit rund 2.000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr verbessern.

Kritik an anhaltendem Fachkräftemangel

Es sei höchste Zeit, dem anhaltenden Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen, sagt Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von ver.di Nord, in einer Pressemitteilung. Laut Pliete würden der zunehmende Verkehr, Sicherheitsanforderungen in Verkehrsmitteln und an Haltestellen sowie die Kundenfreundlichkeit immer mehr zur Belastung für die Beschäftigten. Daher fordert ver.di unter anderem einen finanziellen Ausgleich bei belastenden Diensten und Schichten sowie zukünftig ein 13. Monatsgehalt.

Finanzieller Ausgleich bei belastenden Diensten

Auch die Anzahl der Urlaubstage solle auf 30 erhöht werden, so die ver.di-Vertreter. Zeitgleich mit den Tarifverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern verhandelt die Gewerkschaft bundesweit. Ob und wann es zu neuen Warnstreiks kommt, lässt ver.di vorerst offen. Zeitgleich mit der Tarifauseinandersetzung in Mecklenburg-Vorpommern, verhandelt ver.di bundesweit für mehr als 87.000 Beschäftigte in kommunalen ÖPNV-Unternehmen über Entlastungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.07.2020 | 18:00 Uhr

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