Stand: 28.03.2019 06:20 Uhr

Nach Uni-Abschluss verlassen viele Studierende MV

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Laut einer Studie könnte das Abwanderungsdefizit sinken, wenn Studierende schon im Studium ans Land gebunden würden. (Symbolbild)

Viele Universiäts-Absolventen in Mecklenburg-Vorpommern verlassen nach dem Studium das Land. Statistisch gesehen zieht etwa jeder fünfte Studierende nach seinem Abschluss in ein anderes Bundesland.

MV im Mittelfeld

Damit liegt Mecklenburg-Vorpommern noch im Mittelfeld. Deutlich höher ist das Abwanderungsdefizit in Sachsen-Anhalt, wo dreimal mehr Studenten ausgebildet werden, als anschließend im Land bleiben. In Thüringen und Brandenburg sind es doppelt so viele. Und auch in Rheinland-Pfalz ziehen immer noch 40 Prozent mehr Studierende nach ihren Prüfungen weg als zu. Gewinner laut Studie, für die die Universität Maastricht und der Personaldienstleister Studitemps rund 19.000 Studierende befragt haben, sind Hamburg und Berlin, aber auch Bayern und Baden-Württemberg. Hamburg macht laut Studie damit ein Plus von 1,1 Milliarden Euro im Jahr.

Frühzeitig ans Land binden

Die Ausbildung kostet die Länder Geld, wovon andere dann profitieren. Mecklenburg-Vorpommern investiert rund 63 Millionen jährlich in diesen indirekten Länderfinanzausgleich. Als Fazit empfiehlt die Studie den Firmen in der Region, Universitäts-Absolventen frühzeitig und schon während der Ausbildung mit attraktiven Studentenjobs an die Region zu binden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.03.2019 | 06:00 Uhr

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