Stand: 16.05.2019 17:05 Uhr

Nach Rohrbruch: Straße bleibt bis Juli gesperrt

Die Neubrandenburger Straße in Rostock bleibt nach dem Wasserrohrbruch weiterhin voll gesperrt. Die Reparaturarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, hieß es vom städtischen Wasserversorger Nordwasser. Es müssten noch die unterspülte Fahrbahn gesichert, die gebrochene Rohrleitung ersetzt und das Loch aufgefüllt werden.

Vollsperrung wohl bis Juli

"Das Ende der Baumaßnahme ist für Juli avisiert. Während der Baumaßnahmen ist eine Vollsperrung der Neubrandenburger Straße auf Höhe des Bahnüberganges erforderlich", sagte eine Nordwasser-Sprecherin. Autofahrer müssten in den Stoßzeiten noch mehr Geduld aufbringen als bisher, hieß es von der Polizei. Die Straße ist ein wichtiger Zubringer aus dem Süden.

Auto in Straße versunken

Durch den Wasserrohrbruch war ein Auto in einem Straßenloch versunken. Mitten auf der viel befahrenen Neubrandenburger Straße hatte sich am Mittwochvormittag ein Loch aufgetan. Nach ersten Erkenntnissen sah eine 35-jährige Autofahrerin die Wassermassen aus der Straße sprudeln und wollte ausweichen. Dabei geriet sie auf jenen Teil der Fahrbahn, der bereits unterspült war und brach mit dem Auto ein.

Frau rettete sich selbst

Die Autofahrerin konnte sich nach dem Absacken retten, indem sie die hintere Tür auf der Fahrerseite öffnete, hieß es. Gleichzeitig hätten Passanten vorsorglich die Heckklappe des Autos geöffnet. Die Frau blieb unverletzt. Das Auto steckte zu gut drei Vierteln in dem etwa fünf mal vier Meter großen Loch, das etwa 1,50 Meter tief und zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist. Nordwasser sicherte zu, den Schaden unbürokratisch zu ersetzen.

Bahnverkehr in Richtung Stralsund zeitweilig eingestellt

Da das gebrochene Rohr in unmittelbarer Nähe zu einem Bahnübergang und Gleisen liegt, wurde auch der Bahnverkehr von Rostock in Richtung Stralsund und Rügen zeitweise eingestellt. Es bestand die Gefahr, dass auch die Gleise unterspült werden könnten, wie es hieß. Inzwischen läuft der Zugverkehr wieder planmäßig.

Tausende Haushalte waren ohne Wasser

Tausende Haushalte in angrenzenden Stadtteilen waren etwa drei Stunden lang ohne Wasser. Da zunächst unklar war, welche Leitung betroffen war, wurden zwei Hauptversorgungsleitungen kurzfristig gekappt, um den weiteren Wasseraustritt zu stoppen.

Materialermüdung durch hohes Verkehrsaufkommen?

Nordwasser-Experten suchen derweil weiter nach der Ursache für den Bruch des 35-Zentimeter-Rohres. "Wir gehen davon aus, dass die ständige Belastung durch das hohe Verkehrsaufkommen in diesem Bereich die Ermüdung des Leitungsmaterials beschleunigt hat", sagte die Sprecherin. Da sich die betroffene Leitung in einem sensiblen Verkehrsbereich mit Bahnübergang und stark frequentiertem Verkehr befindet, werde ein 50 Meter langer Leitungsabschnitt erneuert. "Wir tun dies vorsorglich, da durch das Ereignis die gesamte Leitung stark unterspült und die statischen Verhältnisse der Leitung beeinträchtigt wurden."

Karte: Wasserrohrbruch auf der Neubrandenburger Straße

Auto versinkt nach Wasserrohrbruch in Loch

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.05.2019 | 18:40 Uhr

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