Nach Lockerungen: Junge Menschen feiern in Clubs in MV

Stand: 27.06.2021 14:22 Uhr

Viele junge Leute haben an diesem Wochenende in Clubs und Diskotheken im Land getanzt. Die aktuellen Corona-Lockerungen machen dies möglich.

Viele Menschen waren an diesem Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, um etwas zu machen, das noch vor anderthalb Jahren ganz selbstverständlich gewesen wäre: Sie gingen in Clubs und Diskotheken. Etwa 250 Menschen fanden sich beispielsweise auf einem Sandparkplatz neben dem großen Weltkriegsbunker in Rostock ein und tanzten trotz der groben Steine auf dem Boden. Auch im Bunker selber wurde gefeiert, vor dem Eingang bildeten sich lange Schlangen.

Niedriginzidenz macht Partys möglich

Möglich geworden war die Party angesichts der niedrigen Sieben-Tages-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesregierung hatte vor wenigen Tagen entschieden, dass vom 25. Juni an Diskotheken und Clubs nach vielen Monaten Corona-Lockdown öffnen dürfen. Es darf auch wieder getanzt werden - sogar ohne Maske. Das Gesundheitsministerium empfahl allerdings dringend, eine OP- oder FFP2-Maske zu tragen, sobald man nicht an einem Tisch sitzt oder steht. Grundsätzlich gilt aber eine Testpflicht, sofern man nicht komplett geimpft oder genesen ist, sowie eine Auslastungsgrenze von 50 Prozent. Auch Großveranstaltungen mit bis zu 15.000 Besuchern, Märkte und Volksfeste sind unter Auflagen nun wieder möglich.

Viele Clubs von schneller Öffnung überfordert

Nicht alle Clubs konnten schnell genug reagieren. Johanna Treppmann vom Kulturwerk MV sagte, viele Betreiber seien von der Ankündigung, nun wieder öffnen zu dürfen, überrascht worden. "Viele wissen gerade gar nicht, wie sie das stemmen sollen". Bei einigen dauere es möglicherweise noch bis in den September hinein, ehe sie ihren Club oder ihre Diskothek wieder öffnen könnten. "Das Personal ist in den anderthalb Jahren weggebrochen, ähnlich wie in der Gastronomie." Zahlreiche Akteurinnen und Akteure hätte sich nun andere Jobs gesucht.

Bunker in Rostock konnte rasch reagieren

Beim Bunker in Rostock reichte allerdings die Zeit. Nach der Ankündigung am Dienstag hätten sich noch am selben Abend die DJs und Veranstalter gemeldet, sagte Geschäftsführer Mark Jenderny. Auch der Getränkelieferant habe flexibel reagieren können. "Strom und Wasser wieder an - und los geht's."

Hoffen auf den Herbst

Auch sei es ausreichend, dass im Club nur 50 Prozent Auslastung erlaubt seien. "Ich kenne eigentlich keinen Club, der im Sommer 100 Prozent Auslastung hat, weil die Leute draußen sind", sagte Jederny. Gerade in Rostock seien viele Menschen statt in der Diskothek am Strand. Nun hoffe er, dass bis zum Herbst die meisten Menschen geimpft sind und keine Verschärfungen nötig - denn dann gehe die Clubsaison erst richtig los.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 27.06.2021 | 12:00 Uhr

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