Hausschweine stehen in einem Stall. © picture alliance/ZB Foto: Patrick Pleul

Nach Brand in Alt Tellin: Betreiber will Kapazität bei Hilfe senken

Stand: 15.09.2021 11:34 Uhr

Die Betreiberin der abgebrannten Schweinezuchtanlage in Alt Tellin plant offenbar den Wiederaufbau der umstrittenen Anlage. Man könne sich jedoch vorstellen, die Kapazitäten zu reduzieren, so ein Sprecher der LFD Holding.

Die angedeutete Reduzierung der Kapazitäten hätte aber wohl ihren Preis. Einen Preis, den der Steuerzahler zahlen soll. Von einer Art Zukunfts- oder Stilllegungsprämie spricht die Landwirtschaftlichen Ferkelzucht Deutschland (LFD), wie es sie beispielsweise in Dänemark und den Niederlanden gibt. Diese Programme zielen auf Kapazitätsabbau und mehr Tierwohl bei Schweinen.

Schweinepreis sinkt kontinuierlich

Fraglich ist, ob sich ein Wiederaufbau überhaupt rechnet. Der Preis für Schlachtschweine sinkt seit Monaten. Wurden 2019 noch 1,95 Euro pro Kilogramm bezahlt, waren es zuletzt 1,25 Euro. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat Vertreter der Branche vor dem Hintergrund des anhaltenden Preisverfalls heute zu einem Krisengipfel geladen. Der Export ist wegen der afrikanischen Schweinepest eingebrochen und auch die Deutschen essen immer weniger Schweinefleisch.

Brandursache weiterhin unklar

Die Anlage Alt Tellin war am 30. März abgebrannt. Dabei wurden etwa 50.000 Schweine getötet. Die Brandursache ist noch unklar, die Justiz ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Laut Staatsanwaltschaft wird frühestens zum Jahresende mit einem Ergebnis gerechnet.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 15.09.2021 | 12:00 Uhr

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