Stand: 11.07.2019 15:10 Uhr

Nach Absturz: Aufräumarbeiten gehen weiter

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Wrackteile der Eurofighter wurden bereits geborgen. Jetzt wird der Boden ausgetauscht.

Nach dem Absturz von zwei Eurofightern in der Müritzregion laufen noch immer die Aufräumarbeiten. Die beiden Wracks wurden bereits geborgen, jetzt muss noch der Erdboden großflächig abgetragen werden. Durch den Aufprall der Maschinen sind mehrere Tausend Liter Kerosin und andere Schmierstoffe ins Erdreich gelangt. Eurofighter starten in Regel mit rund 6.000 Liter Treibstoff. Zusatztanks fassen nochmals etwa 3.000 Liter.

Boden stärker belastet als angenommen

Wie viel Kerosin zum Absturzzeitpunkt verbraucht war, ist unbekannt. Experten haben bei Bodenproben festgestellt, dass die giftigen Stoffe tiefer in die Erde eingedrungen sind, als bislang angenommen. Auch Bäume, die in Kontakt mit dem Treibstoff gekommen sind, werden gefällt. Derzeit wird an der Absturzstelle Silz der Boden gewechselt. In Nossentin sollen die Arbeiten in der kommenden Woche beginnen.

Bundeswehr prüft Ansprüche

Anwohner und Feriengäste müssen wegen der Aufräumarbeiten weiter mit Behinderungen rechnen. Zwischen Jabel und Silz ist die Straße halbseitig gesperrt. Einwohner, die durch den Absturz materielle Schäden erlitten haben, sollen sich direkt bei der Bundeswehr melden. Die prüft dann nach eigenen Angaben eventuelle Ansprüche.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.07.2019 | 16:00 Uhr

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