Stand: 20.01.2020 21:00 Uhr  - NDR 1 Radio MV

NATO-Manöver: US-Truppen werden auch in MV versorgt

Von Februar bis Mai verlegt bei dem NATO-Manöver eine US-Division nach Osteuropa. (Archivbild)

Vom Manöver "US Defender Europe 2020" der NATO wird auch Mecklenburg-Vorpommern betroffen sein. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV werden im Februar US-Truppen die Standorte Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) nutzen. Dort würden die jeweils 20 Fahrzeuge aufgetankt und die Soldaten versorgt, sagte ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr.

Deutschland als logistische Drehscheibe

Insgesamt sind an der größten NATO-Truppenübung seit 25 Jahren 18 Nationen mit rund 37.000 Soldaten beteiligt. Sie findet in Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Georgien statt. Dabei soll Deutschland wegen seiner geografischen Lage als logistische Drehscheibe für die Übung fungieren.

Szenario: US-Division verlegt nach Osteuropa

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums geht es bei dem Manöver darum, die schnelle Verlegung einer rund 20.000 Soldaten umfassenden Division über den Atlantik und durch Europa nach Polen und ins Baltikum zu üben. Das Manöver sei auch als eine Folge der neuen russischen Expansionspolitik mit der Annexion der Krim zu verstehen, hieß es weiter.

Weitere Informationen

Soldaten aus MV fliegen nicht in den Irak

06.01.2020 05:00 Uhr

Die Bundeswehr hat wegen der angespannten Lage ihren geplanten Kontingentwechsel im Irak ausgesetzt. Etwa 70 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern sollten demnächst dorthin aufbrechen. mehr

Transportkolonnen nachts auf Autobahnen

Soldaten und Material sollen in 14 See- und Flughäfen in den Niederlanden, in Belgien, Frankreich und Deutschland ankommen - allein 5.000 der verlegten Soldaten auf dem Hamburger Flughafen. Spürbar werde das Manöver in Deutschland durch Transportkolonnen in der Nacht auf den Autobahnen, lange Güterzüge oder Panzer auf Binnenschiffen.

Caffier: Genauer Manöver-Verlauf noch nicht bekannt

Über den genauen Verlauf der Übung gibt es nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bislang keine abschließenden Informationen. Der Verteidigungsausschuss im Bundesrat werde sich aber noch in dieser Woche in einer Sondersitzung mit dem Manöver befassen. Danach würden Informationen an die Bevölkerung weitergegeben. Caffier wies Kritik der Linken an einer unzureichenden Information der Öffentlichkeit über die zu erwartenden Truppenbewegungen und Techniktransporte zurück. "Es ist den Menschen in unserem Bundesland nicht geholfen, wenn sie durch unfertige Informationen verunsichert werden", so der Minister. Landesregierung und Bundeswehr würden später transparent darstellen, mit welchen Einschränkungen konkret zu rechnen sei.

Linke: "Widerliches politisches Signal"

Die Linke befürchtet Umweltschäden und Beschädigungen von Straßen und Wegen durch US-Panzer. In einer am Wochenende auf einer Regionalkonferenz in Güstrow (Landkreis Rostock) verabschiedeten Resolution hatte die Partei auch die Ausrichtung gegen Russland angeprangert. "Genau 75 Jahre nach dem Ende des verheerenden Zweiten Weltkrieges ziehen Truppen und Kriegsgerät, und mit ihnen deutsche Soldatinnen und Soldaten, wieder gen Russland. Was für ein widerliches politisches Signal", heißt es in dem Papier. Die Bundesregierung mache sich "willig zur Vollstreckerin geostrategischer Großmachtansprüche der USA". Für die kommenden Wochen kündigte die Linke Mahnwachen und spontane Aktionen an.

Weitere Informationen
01:46
Nordmagazin

Soldaten aus MV reisen nicht in den Irak

06.01.2020 19:30 Uhr
Nordmagazin

Aus Mecklenburg-Vorpommern reisen derzeit keine weiteren Soldaten in den Irak. Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten setzt die Bundeswehr den geplanten Kontingentwechsel aus. Video (01:46 min)

Viereck: 250 Soldaten ziehen in Afghanistan-Einsatz

17.05.2019 17:00 Uhr

In Viereck sind 250 Bundeswehr-Soldaten mit einem feierlichen Appell nach Afghanistan verabschiedet worden. Sie sollen die Ausbildung einheimischer Sicherheitskräfte unterstützen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.01.2020 | 16:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:13
Nordmagazin
02:17
Nordmagazin