Stand: 22.07.2019 16:19 Uhr

Messerangriff: Zustand des Babys stabil

Der Zustand des Babys, das am vergangenen Sonnabend bei einer Messerattacke in Rostock schwer verletzt wurde, ist stabil. Das gab die Staatsanwaltschaft am Montag bekannt. Es erlitt jedoch schwerste Verletzungen am ganzen Körper. Welche Folgen diese für das Leben des Säuglings haben, könne bislang niemand absehen, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ärzte mussten das drei Monate alte Baby notoperieren. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Gewalttat dauern weiter an.

Mutmaßlicher Täter war einschlägig vorbestraft

Ein 40-jähriger Bekannter der Familie hatte den Säugling den Angaben zufolge in der Nacht zu Sonntag in einer Wohnung im Stadtteil Dierkow mit einem Messer schwer verletzt und sich dann vom Balkon in der fünften Etage gestürzt. Der Mann kam dabei ums Leben. Er war unter anderem wegen Raubes, schwerer Körperverletzung und Drogenmissbrauchs vorbestraft und erst drei Tage vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Mann soll unter Drogeneinfluss zu Gewalt geneigt haben. Ob er auch vor dieser Tat Drogen genommen hatte, soll eine Obduktion klären, wie die Sprecherin der Rostocker Staatsanwaltschaft, Maureen Wiechmann, sagte.

Frau konnte noch nicht vernommen werden

Nach Informationen von NDR 1 Radio MV hatte der Mann kein Verhältnis mit der 18-Jährigen, in deren Wohnung sich das Drama abspielte, sondern mit deren Mutter. Aufschluss darüber, wie es zu der Tat kommen konnte, erhofft man sich von der Befragung der noch unter Schock stehenden jungen Frau. Nachbarn wollen in den vergangenen Tagen immer wieder Streit in der Wohnung gehört haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.07.2019 | 12:00 Uhr

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