Stand: 03.03.2020 05:07 Uhr

Mehr als 13 Tonnen Kampfmittel in MV geräumt

Bombe wird abtransportiert. © NDR Foto: Jürn-Jakob Gericke
In Rostock wurde Ende März eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. (Archivbild)

Der Munitionsbergungsdienst hat in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr mehr als 13 Tonnen Kampfmittel gefunden. Das ist die größte Menge zufällig entdeckter Kampfmittel seit 15 Jahren, wie es hieß. Bei mehr als 460 sogenannten Soforteinsätzen machten die Experten Kampfmittel unschädlich.

Mehrtägige Räumungen in Dassow und Neustrelitz

Überwiegend stammten diese aus dem Zweiten Weltkrieg - unter anderem von den ehemaligen Alliierten. Auch Pyrotechnik und munitionsähnliche Gegenstände waren dabei. Es gab auch Räumungen über mehrere Tage, wie etwa in Dassow oder in einem Stadtteil von Neustrelitz.

Caffier: Kampfmittelbeseitigung bleibt Mammutaufgabe

Die Experten wurden im ganzen Land fündig. Die meisten Kampfmittel machten sie in Westmecklenburg und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte unschädlich. Die Gesamtkosten für die Einsätze beliefen sich auf fast 170.000 Euro. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte, auch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei die Kampfmittelbeseitigung eine Mammutaufgabe. Das werde auch in den nächsten Jahrzehnten so bleiben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.03.2020 | 07:00 Uhr

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