Stand: 18.07.2019 17:00 Uhr

Meeresforscher wollen enger zusammenarbeiten

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Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde ist neben der Universität Rostock aus Mecklenburg-Vorpommern dabei.

Der Bund und die norddeutschen Länder haben eine der weltweit größten Forschungsallianzen zur Erkundung der Meere ins Leben gerufen. Am Nachmittag wurde dazu eine Vereinbarung unterzeichnet. Ziel sei es, die internationale Spitzenposition der deutschen Meeresforschung weiter auszubauen, teilte die Hamburger Wissenschaftsbehörde mit.

Insgesamt 12 Institute beteiligt

Universitäten sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie Helmholtz-Zentren, Leibniz- und Max-Planck-Institute sollen dazu noch näher zusammengebracht werden. Beteiligt sind insgesamt 12 Einrichtungen aus Rostock, Warnemünde, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Bremen, Bremerhaven und Geesthacht. Gemeinsam wollen die Forscher an Lösungen arbeiten, die helfen, Meere und Ozeane nachhaltig zu nutzen und auch zu schützen. Ein anderer Schwerpunkt ist die Klimapolitik. Denn die Ozeane spielen als Kohlenstoffspeicher und damit als Puffer bei steigender Kohlenstoffkonzentration eine wichtige Rolle beim Klimaschutz.

Bund zahlt 80 Prozent der Kosten

Der Bund und die Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen für die Allianz bis zum Jahr 2022 insgesamt 56 Millionen Euro bereitstellen. Den größten Teil übernimmt mit 80 Prozent der Bund. Die Länder beteiligen sich gemeinsam mit 20 Prozent. Die norddeutschen Länder verfügten über eine einzigartige wissenschaftliche Infrastruktur, hieß es, etwa durch ihre Forschungsschiffe, Flugzeuge, Observatorien und Unterwasserfahrzeuge. Diese wollen die Beteiligten künftig gemeinsam nutzen. Auch Forschungsdaten, die auf See gewonnen werden, sollen von Anfang an für den Austausch aufbereitet werden.

Langjährige Erfahrung in Rostock

In Rostock ist an der Forschungsallianz unter anderem das Institut für maritime Systeme beteiligt, das langjährige Erfahrungen im Bereich der Küstenforschung hat. Schon seit 1951 ist in der Hansestadt außerdem die Fakultät für Ingenieurswissenschaften mit der technischen Seite der Meeresforschung beschäftigt. Auch am Leibniz-Institut für Ostseeforschung hat die Forschung seit knapp 70 Jahren Tradition.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.07.2019 | 17:00 Uhr

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