Stand: 27.05.2016 16:24 Uhr

Massengrab bei Stettin wird freigelegt

Am ersten Tag der Grabungen wurden die sterblichen Überreste von zehn Menschen geborgen.

Auf einem Feld in der Nähe von Stettin in Polen ist ein Massengrab aus der Zeit den Zweiten Weltkriegs entdeckt worden. Eine Gruppe von Ehrenamtlichen aus Deutschland, der Schweiz, Polen und Russland hat damit begonnen, die sterblichen Überreste der dort begrabenen Menschen zu bergen. Nach ersten Erkenntnissen sind unter den Toten Flüchtlinge aus Pommern sowie russische und deutsche Soldaten. Bereits am ersten Tag wurden die sterblichen Überreste von zehn Menschen freigelegt.

Gerichtsmedizinische Untersuchungen

Dabei handle es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Flüchtlinge, die die Strapazen der Flucht nicht überlebt hatten sowie deutsche Soldaten, hieß es vom Verein zur Bergung Gefallener in Osteuropa. Die menschlichen Überreste werden im gerichtsmedizinischen Institut in Stettin untersucht. Erst dann werde Herkunft und Alter der Verstorbenen feststehen.

Verlustreiche Kämpfe an der Oder

Die Gebeine werden dann auf den Soldatenfriedhöfen, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingerichtet hat, bestattet. Zeitzeugen hatten den Hinweis auf das Massengrab gegeben. An der Oder lieferten sich 1945 russische und deutsche Soldaten erbitterte Kämpfe mit vielen Verlusten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.05.2016 | 16:00 Uhr

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