Stand: 24.06.2020 19:05 Uhr

Mahnwache vor Gießerei in Ueckermünde

Ein Mann arbeitet in einer Gießerei flüssigem Metall.
Seit März gilt für viele Beschäftigte der Gießerei Ueckermünde Kurzarbeit, die Nachfrage soll aber wieder anziehen. (Symbolbild)

Vor der Gießerei in Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) haben sich am Mittwochnachmittag etwa 30 Mitarbeiter des Unternehmens zu einer Mahnwache versammelt. Die Beschäftigten fordern, dass sie nach Tarif in der Metall- und Elektroindustrie bezahlt werden. Hintergrund des Protestes ist das Hin und Her um den Zukunftstarifvertrag für die 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gießerei. Anfang März sei der schon unterschrieben gewesen, so IG-Metall-Verhandlungsführer Guido Fröschke.

Seit März Kurzarbeit

Anfang Juni kündigte dann die Geschäftsführung den Vertrag - wegen der Corona-Pandemie, wie es hieß. Die Umsätze der Gießerei seien fast komplett eingebrochen, sagte auch der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Bolduan. Seit März arbeiten deshalb die meisten Beschäftigten verkürzt, was Lohneinbußen zwischen 600 und 800 Euro im Monat zur Folge hat.

Nachfrage zieht wieder an

Die Gießerei gehört dem US-amerikanischen Autoteileproduzenten MAT. In Ueckermünde werden vor allem Bremssättel für diverse Automarken und Getriebe-Abdeckungen produziert. Mittlerweile ziehe die Nachfrage wieder an, hieß es. Deshalb rechnet Betriebsratsvorsitzender Bolduan ab Juli mit dem Ende der Kurzarbeit.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.06.2020 | 19:00 Uhr

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