Stand: 07.07.2017 19:30 Uhr  | Archiv

MV schickt weitere Polizisten nach Hamburg

Mecklenburg-Vorpommern hat am Freitag zwei weitere Hundertschaften der Polizei aus Neubrandenburg und Rostock zur Unterstützung ihrer Kollegen nach Hamburg geschickt. Darüber informierte das Innenministerium in Schwerin. Eine Hundertschaft besteht aus 130 Polizisten.

Hilferuf aus Hamburg

Auch die Bundespolizei hat ihre Kräfte verstärkt. Konkrete Zahlen konnte der Führungsstab nicht nennen. Insgesamt sind 3.800 Bundespolizisten im Einsatz. Freitagmorgen hatten die Beamten der Hamburger Polizei deutschlandweit um weitere Hilfe gebeten. Hintergrund seien die "vielen Straftaten, die parallel passieren", erklärte ein Polizeisprecher.

700 Polizisten aus MV in Hamburg

Insgesamt sind nun rund 700 Polizisten aus Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg im Einsatz. Damit ist das Treffen, das am Freitag begonnen hat, eines der bislang größten Einsätze für die Polizei außerhalb des Bundeslandes. Unter anderem sind Beamte der Bereitschaftspolizei, der Wasserschutzpolizei, aus Hubschrauber- und Hundestaffel sowie Verkehrspolizisten aus dem Nordosten in Hamburg.

Neue Unterkunft für Hundeführer

Probleme gab es zwischenzeitlich bei der Unterbringung der Diensthundeführer mit ihren Tieren, die vor allem auf das Aufspüren von Sprengstoff spezialisiert sind. Sie sollten ursprünglich in Containern in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) einquartiert werden. Diese seien aufgrund ihrer Hellhörigkeit für die Hunde aber nicht geeignet, so ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch. Nun wurde eine neue Unterkunft in einem Hotel gefunden. Nach Angaben des Innenministeriums in Schwerin stellt es keine Gefahr dar, dass 700 von insgesamt rund 5.000 Einsatzkräften zeitweise nicht im Land sind. Die Präsenz der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern sei unverändert. Sie könne ihre Aufgaben auch weiterhin erfüllen.

Strafgefangene aus Hamburg in Bützow

Auch die Justiz in Mecklenburg-Vorpommern ist vom G20-Gipfel in Hamburg betroffen. Wie das Justizministerium mitteilte, sind 20 Strafgefangene aus der Hansestadt zeitweise in der Justizvollzugsanstalt Bützow (Landkreis Rostock) untergebracht. Auch andere Bundesländer haben Hamburg Strafgefangene abgenommen, weil zum Gipfel mit zahlreichen Protesten und Festnahmen gerechnet wird. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Strafvollzug nicht ausgelastet. Von den etwa 1.350 Plätzen waren zuletzt rund 250 frei.

Weitere Informationen

G20: Der Tag danach

Der G20-Gipfel in Hamburg ist beendet. Jetzt beginnt die politische Aufarbeitung. Die Opposition fordert den Rücktritt von Bürgermeister Scholz. Mehr im Liveblog. mehr

Berufspendler aus MV betroffen

Pendler, die aus Mecklenburg-Vorpommern nach Hamburg müssen, sollten sich auf kurzfristige Fahrplanänderungen der Bahn sowie Kontrollen der Bundespolizei einstellen. Grundsätzlich soll der Bahnverkehr aber weitgehend normal verlaufen. Autofahrer sollten beachten, dass von Donnerstag an ein spezielles Verkehrskonzept in Hamburg gilt. So sind die Bereiche rund um die Messehallen und die Elbphilharmonie Hochsicherheitszonen und daher gesperrt.

Weitere Informationen

G20-Gipfel in Hamburg

Der G20-Gipfel 2017 fand am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt. Im Dossier finden Sie News, Videos, Bilderstrecken und Reaktionen auf das Gipfeltreffen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.07.2017 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:30
Nordmagazin

Das war die 81. Warnemünder Woche

15.07.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
03:05
Nordmagazin

Der Mann, der altem Holz neues Leben einhaucht

15.07.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
01:32
Nordmagazin

Das Wetter

15.07.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin