Stand: 28.07.2020 14:36 Uhr

MV beschließt Bundesratsinitiative zu Fallpauschalen

Neugeborene liegen auf einer Kinderstation. © dpa - Bildfunk Foto: Waltraud Grubitzsch
"Seit Jahren haben Kinder- und Jugendkliniken insbesondere im ländlichen Raum finanzielle Schwierigkeiten", so MV-Ministerpräsidentin Schwesig. (Archivbild)

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat eine Bundesratsinitiative zur besseren Finanzierung von Kinder- und Jugendstationen in deutschen Krankenhäusern beschlossen. Sie soll am 18. September in der Länderkammer besprochen werden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin. Seit Jahren hätten Kinder- und Jugendstationen vor allem im ländlichen Raum finanzielle Schwierigkeiten.

Ziel: Flächendeckende Versorgung sicherstellen

Die Fallpauschalen, mit denen Kliniken ihre Behandlungsfälle vergütet bekommen, hätten sich in diesem Bereich nicht bewährt. Ein besseres Finanzierungssystem sei nötig, damit die klinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen flächendeckend sichergestellt werden könne.

Querellen um Kinderstation in Parchim

Hintergrund ist die Debatte über die Kinderstation in Parchim. Sie war Pfingsten 2019 geschlossen worden. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte im Dezember 2019 finanzielle Hilfe für das Modellprojekt einer Kinder-Tagesklinik mit vier Betten zugesagt. Doch ist die Tagesklinik bislang nicht in Betrieb.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 28.07.2020 | 14:00 Uhr

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