Menschen mit Einkaufstaschen.  Foto: Henning Kaiser

MV-Wirtschaftsminister verspricht weitere Corona-Hilfen

Stand: 14.01.2021 17:33 Uhr

Harry Glawe hat weitere Corona-Hilfen für Unternehmen und Solo-Selbstständige unter anderem als Überbrückung oder für Werbungskosten in Aussicht gestellt. Eine Task Force soll Öffnungsszenarien für die Zeit nach dem Lockdown erarbeiten.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat weitere Unterstützung für Wirtschaftsunternehmen im Nordosten angekündigt. Unter anderem sind zinsfreie Überbrückungskredite für Unternehmen und Solo-Selbstständige geplant, die auf die Auszahlung von Corona-Bundeshilfen warten und in finanzielle Schieflage geraten sind. Dazu zählen unter anderem die November- und Dezemberhilfen, die bei vielen noch immer nicht angekommen sind. Fließt das Geld vom Bund, solle diese Zwischenfinanzierung zurückgezahlt werden.

Neue Corona-Hilfen für den Einzelhandel

Für den stationären Einzelhandel, der seit dem 16. Dezember geschlossen ist, sollen mittels Sonderregelung die rückzahlbaren Corona-Hilfen und deren Zins- und Tilgungsfreiheit von einem auf zwei Jahre verlängert werden. Zusätzlich wurde eine einmalige sogenannte "Marktpräsenz-Prämie" in Höhe von pauschal 5.000 Euro angekündigt, die Mecklenburg-Vorpommern für Einzelhandelsbetriebe gewähren will. Insgesamt sind 5 Millionen Euro dafür vorgesehen. Förderungsberechtigt sind Einzelhändler, deren durchschnittliche Umsätze aufgrund der Schließung im November und Dezember um 70 Prozent zurückgegangen sind. Die Prämie soll beispielsweise für Werbung, den Aufbau von Onlineshops und vergleichbare Maßnahmen zur "Erhöhung der Marktpräsenz" genutzt werden.

"Task Force Wirtschaft" mit Öffnungsszenarien für Ende des Lockdowns beauftragt

Zusätzlich ist eine "Task Force Wirtschaft" mit Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Landesregierung geplant. Diese soll unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens, der Belastung des Gesundheitssystems und der Impfquote Konzepte für schrittweise Öffnungsszenarien nach dem Lockdown erarbeiten. Aufgrund der nach wie vor zu hohen Infektionszahlen seien Lockerungen und Öffnungen vor Ende Januar jedoch nicht möglich, so Glawe, der zugleich Gesundheitsminister ist. Einschränkungen sollen nach Informationen des Ministeriums aber auch weiterhin "nur erfolgen, soweit sie für den Gesundheitsschutz notwendig sind."

Bislang sind seit Beginn der Pandemie nach Bundes- und Landesangaben rund 555 Millionen Euro Corona-Hilfen an insgesamt 52.000 Unternehmen in Mecklenburg und Vorpommern geflossen.

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