VIDEO: Zwischenfinanzierung für MV-Werften mit Bund verhandelt (3 Min)

MV-Werften bekommen 193 Millionen Euro vom Bund

Stand: 06.10.2020 05:44 Uhr

Die MV-Werften bekommen einen Kreditvorschuss über 193 Millionen Euro vom Bund. Die Werften sollen weiter unter den Corona-Rettungsschirm - dafür fehlen aber noch Gutachten.

Die Überbrückungsfinanzierung für die MV-Werften steht. Der Bund hat am Montagabend grünes Licht für einen vorzeitigen Kredit gegeben, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Damit können die Werften in Wismar, Rostock und Stralsund bis März kommenden Jahres ihre Kosten decken.

Geld für Löhne und Weiterbau der "Endeavour"

"Wir sind einen deutlichen Schritt vorangekommen. Der Rettungsschirm des Bundes hat sich für die MV Werften geöffnet", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Es geht um 193 Millionen Euro, die in den kommenden Tagen ausgezahlt werden. Benötigt wird das Geld zum einen für die Betriebskosten und die Gehälter, zum anderen für den Weiterbau des Kreuzfahrtschiffes "Endeavour" in Stralsund.

Langfristige Hilfe soll bis Ende des Jahres stehen

Wie Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) sagte, ist es weiter das Ziel, möglichst bis zum Ende des Jahres eine längerfristige Finanzierung aus dem Corona-Rettungsschirm des Bundes zu bekommen. Dabei geht es um 570 Millionen Euro Staatshilfen, für deren Gewährung allerdings noch Gutachten über die Zukunftsaussichten des asiatischen Mutterkonzerns Genting fehlen.

Großteil der Belegschaft in Kurzarbeit

Genting hatte 2016 die Werften in Mecklenburg-Vorpommern übernommen, um dort Kreuzfahrtschiffe für eigene Reedereien bauen zu lassen. Dann kam die Corona-Pandemie. An den Schiffbauprojekten will der Konzern festhalten. Der Großteil der Werftarbeiter in Wismar, Rostock und Stralsund ist seit Monaten in Kurzarbeit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 06.10.2020 | 06:00 Uhr

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