Stand: 01.03.2019 15:43 Uhr

MV Werften: Zeitplan für Bürgschaften steht

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Auf einer Anlage zur Verfertigung von Teilen für Kreuzfahrtschiffe bei den MV Werften in Rostock wird eine Schiffssektion bearbeitet.

Drei Jahre nach der Übernahme der Schiffbaustandorte in Wismar, Rostock und Stralsund hat der Chef der MV Werften, Peter Fetten, heute ein positives Fazit gezogen. Mit rund 2.900 Mitarbeitern sei die Belegschaft verdoppelt worden. Der Kauf der Werften der Nordic Yards durch den malaysischen Genting-Konzern im März 2016 und die Gründung der MV Werften sei eine einmalige Erfolgsgeschichte, so der Firmenchef. Pünktlich zum dreijährigen Bestehen der MV Werften wurde am Freitag das 50. von rund 140 Segmenten des Kreuzfahrt-Riesen "Global One" in Warnemünde montiert.

Wirtschaftsminister von MV Harry Glawe (CDU).

MV Werften: Nach Übernahme wieder im Aufwind

Nordmagazin -

Lange Zeit drohte den Schiffbaubetrieben in Stralsund, Wismar und Warnemünde die Pleite. Doch seit der Übernahme des Genting-Konzerns geht es bei den Werften wieder aufwärts.

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Werft-Boss: Mitarbeiterzahl auf 2.800 verdoppelt

Bereits vier Flusskreuzfahrtschiffe seien abgeliefert worden, so Fetten. Das erste Luxus-Expeditionskreuzfahrtschiff der "Endeavor"-Klasse und das erste "Global-Class"-Kreuzfahrtschiff seien auf Kiel gelegt. Zwischen 2016 bis 2019 sei die Belegschaft von 1.400 auf mehr als 2.800 Mitarbeiter verdoppelt worden. "Mittelfristig werden über 3.000 Menschen auf den drei Werften arbeiten, hinzu kommt eine vergleichbar hohe Zahl an Mitarbeitern von Partnerfirmen."

Großteil der Milliarden-Investitionen realisiert

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In der Schiffbauhalle der MV-Werften am Standort Stralsund arbeiten Mitarbeiter an der Luxus-Expeditionsyacht "Crystal Endeavor".

Von den versprochenen Investitionen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro sei bislang schon ein Großteil realisiert und die drei Werftstandorte mit modernster Produktionstechnik ausgestattet worden. Schon jetzt würde mehr als ein Drittel der Zulieferer zum Bau der neuen Kreuzfahrtschiffe der "Global"- und "Endeavour"-Klasse aus dem Land kommen, so Fetten.

Bürgschaft für Kreuzfahrt-Riesen soll bald kommen

Fetten lobte die Zusammenarbeit mit der Landesregierung und den Kommunen, sie funktioniere reibungslos. Landes-Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) erklärte, die Bürgschaften für den Bau der "Global-Class-Schiffe" in Höhe von je 375 Millionen von Land und Bund seien auf dem Weg. Am 22. März werde sich der Bürgschaftsausschuss damit befassen. Bis dahin seien alle notwendigen Stellungnahmen fertig. Am 28. März, spätestens am 4. April, werde die Entscheidung im Finanzausschuss des Landtags fallen. Der Bund werde sich im April im Haushaltsausschuss damit beschäftigen. "Die Finanzierung steht aus unserer Sicht. Die 'Global-Class'-Schiffe und alle anderen Dinge, die wichtig sind für die Werften, sind bis 2023 gesichert", so Glawe.

Glawe: Rund 3.500 Beschäftigte auf sechs Großwerften in MV

Der Wirtschaftsminister zeigte sich zufrieden: "Die maritime Industrie ist ordentlich in Bewegung." Auf den sechs Großwerften - neben den drei MV Werften die Peene-Werft in Wolgast, die Neptun Werft sowie Tamsen Maritim in Rostock - seien gegenwärtig rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. Von allen Beschäftigten auf den Werften seien rund 90 Prozent im Kreuzfahrtschiffbau tätig. Der Auftragsbestand in diesem Segment betrage rund 3,6 Milliarden Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.03.2019 | 16:00 Uhr

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