Stand: 21.01.2019 17:30 Uhr

MV: Mittlere Reife für Elftklässler

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Elftklässler in MV sollen künftig automatisch die Mittlere Reife in der Tasche haben.

Schüler an Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern haben es künftig leichter, die Mittlere Reife zu erlangen. Sie bekommen den Realschulabschluss automatisch, wenn sie von der zehnten in die elfte Klasse versetzt werden. Das sieht der Entwurf eines neuen Schulgesetzes von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) vor.

Pläne zur Änderung des Schulgesetzes umstritten

Bisher musste die Gymnasiasten ebenso wie die Schüler an der Regionalschule eine Extra-Realschul-Prüfungen ablegen. Künftig reicht das Versetzungszeugnis für die elfte Klasse. Linksfraktionschefin Simone Oldenburg warnt davor, es den Schülern am Gymnasium zu leicht zu machen. Sie müssten mindestens einen bestimmten Notendurchschnitt wie etwa 3,0 erzielen, um die Mittlere Reife zu schaffen. Wenn der Besuch des Gymnasiums zu leicht werde, verkomme die Regionalschule zur - so wörtlich - "Resterampe".

Gesetz soll auch Inklusion regeln

Laut Entwurf haben Eltern weiter das letzte Wort bei der Wahl der weiterführenden Schule. Schüler, die trotz Regionalschule-Empfehlung auf das Gymnasium gehen, haben künftig statt sechs Monaten ein ganzes Jahr Zeit, um zu zeigen, dass sie den Unterrichtsstoff beherrschen. Das neue Gesetz regelt auch die Inklusion - den gemeinsamen Unterricht von nicht-behinderten und behinderten Kindern. Die Zahl der Förderschulen soll deutlich sinken. Die Lehrergewerkschaft warnte davor, das Gesetz im Eiltempo im Landtag zu beraten. Immerhin gehe es um ein wichtiges Vorhaben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.01.2019 | 18:30 Uhr

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