Stand: 01.05.2020 18:56 Uhr

MV: Keine klassischen Kundgebungen zum 1. Mai

Die Demonstration zum 1 Mai in Rostock: Auf einem Plakat steht "Sozialismus statt Barbarei". © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck
Erstmals seit 1949 gab es in MV keine öffentlichen Maikundgebungen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund beging den Tag der Arbeit stattdessen online (Archivbild).

Die traditionellen Kundgebungen der Gewerkschaften zum 1. Mai auf Plätzen und Straßen sind in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) beging den Tag der Arbeit stattdessen online. Es war das erste Mal seit seiner im Jahr 1949, dass der DGB keine öffentlichen Maikundgebungen abhalten konnte.

Statt Demos Livestreams im Internet

Wegen der Pandemie zeigte der Gewerkschaftsbund im Internet einen mehrstündigen Livestream aus Berlin mit Musik, Comedy und politischen Beiträgen. Der Titel: "Solidarisch ist man nicht alleine". Auch regionale Gewerkschaftsgruppen veröffentlichten auf ihren Seiten im Internet kurze Videos mit Botschaften zum 1. Mai wie etwa der DGB in der Region Rostock und Schwerin.

DGB: Tag der Arbeit noch immer wichtig

Der Tag der Arbeit sei noch immer wichtig, um auf soziale Schieflagen hinzuweisen, sagte ein Sprecher des Regionalverbandes Ost-Mecklenburg-Vorpommern. Die Corona-Pandemie zeige, dass Mitarbeiter in der Pflege und im Einzelhandel noch immer schlecht bezahlt werden. Der DGB sprach gegenüber NDR 1 Radio MV von einem großen Erfolg seiner Online-Aktion. Dort habe es eine so große Nachfrage gegeben, dass zunächst die Internetseite des DGB nicht erreichbar war. Darüber hinaus gab es am Freitag im Land einige Demonstrationen ohne Gewerkschaften wie zum Beispiel in Bergen auf Rügen, in Waren, Greifswald, Neubrandenburg und Rostock.

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NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 01.05.2020 | 18:00 Uhr

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