Stand: 18.05.2019 16:50 Uhr

Lubmin: Zwischenlager Nord informiert über Neubau

Auf dem EWN-Gelände soll eine neue Halle für die 74 Castor-Behälter errichtet werden. (Archivbild)

Im Zwischenlager Nord in Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) konnten sich Anwohner am Sonnabend über den geplanten Neubau informieren. Dieser ist nach Angaben des Entsorgungswerks für Nuklearanlagen (EWN) notwendig, da die bisherige Halle nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.

135 Meter lange Halle soll gebaut werden

Die Auflagen für Gebäude, in denen radioaktives Material gelagert wird, sind 2011 verschärft worden. Deshalb will das bundeseigene Unternehmen EWN auf seinem Betriebsgelände in Lubmin eine 135 Meter lange Halle bauen und künftig dort die 74 Castor-Behälter einlagern - hinter 1,80 Meter dicken Betonmauern, die die Behälter mit Atommüll vor Terrorangriffen schützen sollen.

Kritiker: Keine "heiße Zelle" vorgesehen

Doch Umweltverbände und die Grünen kritisieren, dass in dem Neubau keine sogenannte heiße Zelle vorgesehen sei - ein besonders geschützter Raum, in dem beschädigte Castorbehälter ferngesteuert geöffnet werden können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.05.2019 | 09:00 Uhr

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