Stand: 12.06.2019 11:05 Uhr

Lubmin: Keine kritische Radioaktivität gemessen

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600 Quadratkilometer wurden bei Messflügen im Herbst 2018 erstmalig untersucht. (Symbolbild)

Auf dem Gelände des Entsorgungswerkes für Nuklearanlagen in Lubmin sind bei Radioaktivitätsmessungen keine bedenklichen Werte gefunden worden. Das teilte das Bundesamt für Strahlenschutz mit. Experten des Bundesamtes registrierten zwei kleine Bereiche mit radioaktivem Cobalt.

Container mit Abfällen ergaben den Ausschlag

Dabei habe es sich um genehmigte Container mit Abfällen aus dem Rückbau des Greifswalder Kernkraftwerks gehandelt, für die entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gelten, so ein Sprecher des Bundesamtes. Im Bereich der Baustelle für die Gaspipeline Nord Stream 2 fanden die Fachleute außerdem den radioaktiven Stoff Iridium. Er war in einem Gerät, mit dem geprüft wird, ob die Rohrleitung dicht ist.

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600 Quadratkilometer untersucht

Das Bundesamt für Strahlenschutz und die Bundespolizei hatten im vergangenen Herbst erstmalig Hubschrauber-Messflüge in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt. 600 Quadratkilometer wurden auf natürliche und durch Menschen verursachte Radioaktivität untersucht.

Radiologische Deutschland-Karten sollen erstellt werden

Der Fokus lag dabei auf dem stillgelegten KKW und dem atomaren Zwischenlager in Lubmin. Ziel dieser jährlich in Deutschland stattfindenden Messflüge ist es, radiologische Karten zu erstellen. Die gesammelten Daten sind im Ernstfall Grundlage für Maßnahmen im Katastrophenschutz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.06.2019 | 11:00 Uhr

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