Stand: 19.09.2018 17:07 Uhr

Lubmin: EWN darf atomare Abfälle länger lagern

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Radioaktive Bauteile und Abfälle können künftig länger in Lubmin gelagert werden.

Das Entsorgungswerk für Nuklearanlagen (EWN) in Lubmin darf radioaktive Abfälle von Dritten künftig länger lagern als bisher. Innenministerium und die Betreiber haben sich nach Angaben des EWN auf eine Änderung der strahlenschutzrechtlichen Genehmigung geeinigt. Wie eine Sprecherin von EWN am Mittwoch sagte, behandelt das Unternehmen schwach bis mittel radioaktiv belastete Bauteile aus Atomkraftwerken mit Leichtwasser-Reaktoren. Unter anderem lagert das bundeseigene Unternehmen Dampferzeuger aus zwei westdeutschen Kernkraftwerken, so die Sprecherin.

Bis zur Eröffnung eines Endlagers in Lubmin?

Manche Bauteile brauchen zum Abklingen jedoch mehr als die bislang genehmigten fünf Jahre. Deshalb hatte das Unternehmen 2009 eine unbefristete Lagerung beantragt, vor allem weil sich die Eröffnung des geplanten Endlagers Schacht Konrad verzögert. Schwach und mittel radioaktive Bauteile aus stellgelegten Atomkraftwerken können demnach bis zu zehn Jahre vor und bis zu fünf Jahre nach einer Behandlung in Lubmin gelagert werden. Danach müssen die belasteten radioaktiven Abfälle von den Kraftwerksbetreibern zurückgenommen werden.

Erster Auftrag liegt schon vor

Einen Auftrag gibt es nach Angaben des EWN bereits. So sollen ab 2019 zwei Dampferzeuger aus dem AKW Biblis in Lubmin zerlegt werden, wie die Unternehmenssprecherin sagte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.09.2018 | 17:30 Uhr

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